Aufatmen: Keine Keime mehr im Wasser

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Nachrodt-Wiblingwerde – Die Bürger können aufatmen: Es gibt keine Keime mehr im Trinkwasser. Das hat die jüngste Probe gezeigt.

Die Wasserqualität am Nachrodter Feld, rund ums Amtshaus bis zum Dümpel und auch hoch zur Geschwister-Scholl-Straße entspricht wieder zu 100 Prozent der Trinkwasserverordnung. 

„Es ist alles top“, sagt Thomas Armoneit, Bereichsleiter im technischen Management der Stadtwerke Iserlohn und verantwortlich für die Trinkwasserqualität. Gestern lagen die Ergebnisse der jüngsten Proben vor. Es gibt keine Keimbelastung mehr. 

„Die Ursache findet man in der Regel nie. Wahrscheinlich hatte sich ein Stück vom Biofilm abgelöst. Aber das ist nur Spekulation“, sagt Armoneit. Die guten Nachrichten wurden direkt an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Das entscheidet, ob noch mal Vergleichsproben genommen werden müssen oder nicht. 

Chlordioxid hat geholfen

Die Stadtwerke haben das Problem mit Desinfektionsmaßnahmen angegangen. Dabei wurde Chlordioxid – eine Verbindung aus Chlor und Sauerstoff – genutzt. Man arbeitete mit 0,12 Milligramm pro Liter, maximal 0,2 sind zulässig. Augenscheinlich wurden damit die Restkeime abgetötet. 

Im Nachrodter Leitungsnetz warenvor einigen Tagen sogenannte Indikatorkeime nachgewiesen worden. Dies ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Keime. In diesem Fall haben sie sich in Ablagerungen von Rohrleitungen gebildet. Sie sind aber auch typischerweise am Austritt der meisten Wasserhähne vorhanden. Hier leben sie in den Anlagerungen der Strahlregler oder Duschköpfe. 

Minimale Belastung

Die Belastung im Netz war bisher minimal. Wie Christian Ternette vom Gesundheitsamt des Kreises erklärt, werden von den Versorgern in regelmäßigen Abständen Proben im Versorgungsnetz gezogen. Dabei kann es in Einzelfällen zu Keim-Nachweisen kommen. 

„Glücklicherweise sind dies in Nachrodt nur geringe Überschreitungen gewesen. Darauf haben wir mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. In der Regel ist es damit erledigt, das beweisen dann die gezogen Nachproben. Es kann sein, dass es monatelang zu keinerlei Nachweisen kommt, in anderen Fällen schonmal dreimal im Monat."

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