Walzwerke Einsal GmbH und BKT-Berufskolleg kooperieren

Keine Karriere ohne fundierte Berufsausbildung

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Der Geschäftsführer der Walzwerke Einsal, Dr. Bodo Reinke (vorne rechts) und BKT-Oberstudiendirektor Matthias Lohmann unterzeichneten den Vertrag. Mit dabei: Marcus Kretschmer, Kooperationsbetragter des BKT und Ausbilder Christian Entrich sowie Personalchefin Joana Hymmen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Berufliche Ausbildung wird bei den Walzwerken Einsal GmbH großgeschrieben. So erlernen aktuell 17 junge Leute Berufe im gewerblich-technischen oder kaufmännischen Sektor im Nachrodter Traditionsunternehmen. In diesem Jahr kommen noch einmal „mindestens fünf neue Azubis hinzu“, wie Geschäftsführer Dr. Bodo Reinke sagt.

Deshalb ist es für ihn nur folgerichtig, ständig nach neuen Wegen und Möglichkeiten zu suchen, geeigneten Berufsnachwuchs für die Ausbildungsfelder Elektroniker, Fachkraft für Metalltechnik, Fachinformatiker, Industriekaufmann, Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Verfahrensmechaniker, Werkstoffprüfer oder Werkzeugmechaniker, für das Unternehmen zu finden. Deshalb unterzeichnete er gestern gemeinsam mit Matthias Lohmann, Oberstudiendirektor am Berufskolleg für Technik, BKT, Lüdenscheid, eine Kooperationsvereinbarung. Inhalt: Schüler und Schülerinnen des BKT, das zurzeit mehr als 2800 junge Leute besuchen, erhalten die Chance auf Einblicke in die Praxis mit dem Ziel, vielleicht später in eine Ausbildung einzutreten.

Vielleicht künftig Azubi?

Ob es nun Praktika sind, das Ermöglichen von projektorientieren Facharbeiten oder eben das erste Kennenlernen der Arbeitswelt. Lohmann: „Wir als Schule verstehen uns als Bildungsdienstleister in der Wirtschaftsregion.“ Angesichts der Tatsache, dass es akut einen Mangel an Ausbildungsbewerbern gebe, sei es wichtig, Firmen und geeignete Schüler „zusammen zu bringen“. Das gebe beiden „ein Stück Sicherheit und verkürze den Dienstweg.“ Für ihn sei das neudeutsch gesagt eine Win-win-Situation. Dr. Bodo Reinke ist es wichtig, dass künftige Mitarbeiter besonders aus dem heimischen Raum kommen. Sein Unternehmen - beschäftigt sind aktuell mehr als 300 Mitarbeiter - wolle für Bewerber „transparenter werden.“

Die Einsaler Walzwerke beschäftigen aktuell fast 20 Azubis.

Nicht immer könne nämlich jemand mit der Firmenbezeichnung Walzwerk etwas anfangen. „Es ist ein Austausch in beide Richtungen“, betonte er. Fast leidenschaftlich brach Dr. Reinke eine Lanze für eine betriebliche Ausbildung. „Wer anschließend studieren will, kann das gerne tun.“ Aber die Praxis zeige auch, wer zwar einen Bachelor- oder Masterabschluss vorzuweisen habe und auf die 30 Jahre zuging, habe die betriebliche Praxis oft kaum kennengelernt. „Dann fragen wir uns hier schon, was kann der eigentlich?“

Erst Ausbildung, dann Studium

Einig waren sich Schule und Unternehmen auch darin, junge Frauen in sogenannten Männerdomänen zu fördern. Personalchefin Joana Hymmen konnte berichten, dass bei den Walzwerken bereits zwei Frauen aktuell in gewerblich-technischer Ausbildung tätig sind und man offen für Bewerbungen sei. Dr. Bodo Reinke: „Im Regelfall wird versucht, Azubis nach dem Abschluss zu übernehmen.

Übernahme möglich

Wir sind daran interessiert, Mitarbeiter langfristig zu beschäftigen und auch individuelle Angebote für eine Weiterbildung zu machen.“ Lohmann und sein Kooperationsbeauftrager am BKT, Marcus Kretschmer, unisono: „Wir möchten die richtigen Köpfe mit den richtigen Firmen in Beziehung bringen. Wir können versprechen: Den neuen Kooperationsvertrag leben wir. Das ist kein Stück Papier, das irgendwo in einer Akte verschwindet.“

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