Keine Hoffnung für die Rastatt: Alte Gaststätte soll weg

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Kaum mehr Hoffnung gibt es für einen Erhalt der Rastatt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Das Ende der Rastatt naht: Eine Sanierung der ehemaligen Gaststätte würde Millionen kosten. und die lohnen sich nicht mehr.

„Ein Bauhistoriker sollte uns mal sagen, in wie vielen Phasen dieses Gebäude zusammengeschustert worden ist“, meinte Matthias Lohmann im Rahmen der Immobilien-Tour zur Rastatt. Dass diese Frage des fraktionslosen Ratsherrn noch beantwortet wird, ist eher unwahrscheinlich. 

Viel wahrscheinlicher ist, dass das Ende der Rastatt naht – auch, wenn CDU-Ratsherr Peter Herbel die Idee hat, sie für einen Euro zu verkaufen. Davon war allerdings bei der Besichtigung kaum die Rede. Rita Joergens (SPD) stellte die Möglichkeit zur Diskussion, dass ein Privatmann Interesse an der Gaststätte haben könnte. „In Altena wurde auch eine Kirche versteigert“, sagte sie mit Blick auf den Verkauf von St. Paulus

Neben der Rastatt gab es in früheren Zeiten eine Tankstelle. Innen bietet sich heute ein eher trauriger Anblick. „Es ist schon schade“, sagt Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU, mit Blick auf die Räume. Es riecht nach Abfluss und Schimmel. Der Blick hinten aus dem Saal direkt auf Klaras Höhe ist dagegen wunderschön. 

Die Rastatt löst Herzschmerz bei allen Beteiligten aus. Viele Erinnerungen sind mit der Gaststätte verbunden. Niemand möchte leichtfertige Entscheidungen treffen. Doch das Schimmelproblem im Saal, das nach Ansicht von Gutachter Holger Selve hausgemacht ist, elementare Schäden am Dachstuhl und im Keller sind nicht wegzudiskutieren. Von der Statik ganz zu schweigen.

„Ich war vor einigen Jahren mal im Keller und hatte fast einen Atemstillstand“, so Matthias Lohmann. Von allen Immobilien, die die Gemeinde besitzt, ist die Rastatt nach Meinung von Holger Selve die schlechteste. „Dass die Pächterin so lange ausgehalten hat, ist verwunderlich“, meint er. 

Einen Teil zu erhalten, sei nicht sinnvoll. „Der gesamte Zustand ist kernsanierungsbedürftig.“ Zwei Millionen Euro, so UWG-Ratsherr Hans-Jürgen Hohage (UWG), müsste man in das Gebäude stecken, „aber das Geld würde man nie wiedersehen."

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