Keine Handhabe gegen ewige Baustellen

Neubaugebiet Niggenhuser Hof: Der eine hat‘s schon schön, der andere wird scheinbar nie fertig.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Waren die Jahre 2009 und 2010 wegen der Finanzkrise in Sachen Grundstücksverkäufe eher mau, so verzeichnet die Doppelgemeinde in diesem Jahr wieder eine steigende Nachfrage. „Drei Grundstücke haben wir bisher schon verkauft“, erklärte Jürgen Röll, Leiter des Fachbereichs 3, gestern auf Anfrage.

Insgesamt gibt es in Nachrodt und Wiblingwerde noch 25 Grundstücke, 16 im Baugebiet „Niggenhuser Hof“, fünf im Baugebiet „Über dem Dorfe“ und 14 in „Holensiepen“. In Wiblingwerde kostet der Quadratmeter zwischen 113 und 143 Euro, in Nachrodt zahlt der Häuslebauer rund 180 Euro pro Quadratmeter. Die, die bereits gekauft haben, kommen nicht nur aus der Doppelgemeinde, sondern auch aus benachbarten Kommunen, aus dem Großraum Hagen oder aus dem Ruhrgebiet. Und Röll ist zuversichtlich, was den Verkauf der übrigen Grundstücke angeht. Das Interesse werde deutlich größer.

Es hat ja auch schon was, das eigene Haus mit Garten. Im Baugebiet Niggenhuser Hof jedoch gibt es nicht nur schöne Häuser und bereits tip top gepflegte Vorgärten zu sehen, sondern eben auch noch einige Baustellen – und einige von ihnen, die gibt es schon von Beginn an und ein Ende scheint auch noch lange nicht in Sicht zu sein. „Ja, das sind die Bauherren, die alles in Eigenleistung machen“, erklärte Jürgen Röll, bei denen würde die Fertigstellung des Hauses dann eben auf sich warten lassen. Sehr zum Ärger der Nachbarn, die zum Beispiel links und rechts direkt neben sich so eine ewige Baustelle haben (unser Foto). Doch dagegen kann die Gemeinde nichts tun: „Da haben wir keine Handhabe“, so Röll. Im Vertrag mit der Doppelgemeinde gebe es lediglich die Bestimmung, dass der ‚Bauherr nach Kauf des Grundstücks innerhalb von drei Jahren mit dem Bau begonnen haben muss, sprich das Erdgeschoss muss stehen. „Und das ist ja bei den beiden Häusern der Fall. Der eine hat sogar schon das Dach drauf“, berichtete Röll. Auch für ihn ist der Zustand dennoch sehr ärgerlich, „aber nicht zu ändern“. ▪ Von Ilka Kremer

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