Rasern soll es an den Kragen gehen

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In der Löbbecke-Kurve sind Autofahrer nicht selten viel zu schnell unterwegs.

Nachrodt-Wiblingwerde - Polizei, Märkischer Kreis, Landesbetrieb Straßenbau und Gemeinde wollen die Unfallsituation in der Löbbecke-Kurve genauer beobachten. Das hat ein Behördentermin ergeben, der am Dienstagmorgen an der Bundesstraße 236 in Nachrodt stattgefunden hat.

Eigentümer Christian von Löbbecke hatte die Behörden aufgefordert, auf der Bundesstraße im Bereich seines Anwesens eine Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer anzuordnen. Seine Begründung: In diesem Bereich häuften sich die Unfälle. Vor Ort stellten die Vertreter der Behörden dann aber gestern fest, dass es für eine Reduzierung auf Tempo 30 keine Grundlage gebe. Nach Auskunft der Polizei haben sich auf dem Straßenabschnitt zwischen der Nachrodter Brücke und dem Amtshaus in den vergangenen zweieinhalb Jahren zwar 25 Unfälle ereignet, in den meisten Fällen blieb es aber bei leichten Sachschäden. Damit seien die Kriterien einer Unfallhäufungsstelle nicht erreicht, und damit lasse die Straßenverkehrsordnung auch kein Tempo-30-Limit zu. Autofahrer, die mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern durch die langgezogene Kurve führen, seien keiner besonderen Gefahr ausgesetzt, stellten die Behördenvertreter weiter fest.

Der Blitz-Marathon im Märkischen Kreis

Hin und wieder kommt es aber zu Unfällen, weil Autofahrer eben nicht im vorgeschriebenen Tempo fahren. Denen wollen die Behörden nun mit Überwachungsmaßnahmen beikommen. Ein so genannter Starenkasten kommt für diesen Bereich zwar nicht infrage, weil auch diese Geräte nur an Unfallschwerpunkten eingesetzt werden dürfen, die Polizei soll aber regelmäßig Lasermessungen vornehmen. „Eigentlich wäre dies auch ein guter Kontrollpunkt für einen Blitzmarathon“, stellte Axel Boshamer, zuständiger Fachbereichsleiter im Amtshaus, fest.

Gleichzeitig soll überprüft werden, ob nicht auch die Beschaffenheit der Fahrbahn Unfälle in der Löbbecke-Kurve begünstigt. Auffallend ist nämlich, dass viele Unfälle hier bei Nässe passieren. Der Landesbetrieb Straßenbau will deshalb demnächst die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche messen; vom Ergebnis hängt ab, ob hier eventuell eine Fahrbahnsanierung vorgenommen wird. - Volker Griese

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