Keine zeitgleiche Sperrung

Kehrtwende im drohenden Verkehrschaos auf B236: Bahnübergänge bleiben offen

Der Bahnübergang in Nachrodt-Einsal an der B236.
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Bleibt doch offen: der Bahnübergang in Nachrodt-Einsal an der B236. Das gilt auch für den Übergang Helbecke.

Oft geht derzeit nichts mehr im Berufsverkehr auf der B236 in Nachrodt. Die zweite Baustellenampel sorgt für erhebliche Staus und Wartezeiten. Die Bahn wollte nun auch noch zwei Bahnübergänge sperren, das Chaos wäre perfekt. Nun ist der Verkehrskollaps vorerst abgewendet.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Uns fällt ein Stein vom Herzen“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Die beiden Bahnübergänge Helbecke und Einsal werden nicht komplett gesperrt. Die DB Netz AG kann die Sorgen und Nöte der Gemeinde und des Kreises nachvollziehen und hat die Sperrung, die am Freitag (3. September) aufgebaut und bis zum 21. September dauern sollte, ausgesetzt. Gearbeitet wird aber dennoch an der Bahnstrecke, so dass es temporär zu Wartezeiten an den Bahnübergängen aufgrund von Baustellenfahrten kommen kann.

„Der Bahn war nicht bewusst, welche Gesamtsituation hier vorliegt“, so Sebastian Putz mit Blick auf die aktuelle Problematik an der B236 mit einem Hangrutsch und zwei Ampelanlagen, so dass es ohnehin täglich zu langen Staus kommt. Eine zusätzliche Sperrung der Bahnübergänge hätte den Verkehr zum Erliegen gebracht und ein erhebliches Problem für die Rettungskräfte bedeutet. Das ist jetzt vom Tisch.

„Gute Lösung“ für Nachrodt und Verkehr

„Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit und wollen uns zukünftig etwas früher zusammensetzen“, sagt Sebastian Putz und ergänzt, dass natürlich jeder Verständnis für die Arbeiten der Bahn hat.

Die Bahnstrecke soll April 2022 für höhere Geschwindigkeiten freigegeben werden. In diesem Zusammenhang fanden bereits mehrere Termine zur Anpassung der Signalsteuerung statt, zur Anpassung der Lage der Bahnübergänge, der gewünschten Freigabe für größere LKW sowie der Signalisierung zur Sicherung für querende Fußgänger.

Auch der Märkische Kreis, besonders das Straßenverkehrsamt, hatte sich „dafür eingesetzt, dass es nicht zur Sperrung der Bahnübergänge kommt. Letztlich ist eine gute Lösung dabei herausgekommen“, sagt Pressesprecher Alexander Bange.

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