Weiberfastnacht etabliert sich in der Doppelgemeinde

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Größtenteils bunt und fantasievoll kostümiert feierten Frauen aus Nachrodt-Wiblingwerde und Altena am Donnerstagabend Weiberfastnacht.

Nachrodt-Wiblingwerde - Was haben der Piratenfilm „Fluch der Karibik“, der Western „High Noon“ und das Musical „Sister Act“ gemeinsam? Ganz einfach: Protagonisten aller Streifen waren bei der Weiberfastnacht der Katholischen Frauengemeinschaft Nachrodt St. Josef (KFD) am Donnerstagabend in Nachrodt präsent.

Doch neben Piraten, Cowboys und Nonnen gab es da noch andere mehr oder weniger vermummte Gestalten mutmaßlich weiblichen Geschlechts zu sehen.

Die Karnevalsfeier der Frauengemeinschaft, an der rund 40 überwiegend kostümierte Gäste teilnahmen, fand im Katholischen Vereinshaus statt. Erstmalig konnte Vorsitzende Barbara Kerkmann auch Teilnehmerinnen aus den Altenaer Gemeinden St. Matthäus und St. Theresia begrüßen. „Ich fand das super“, sagt Kerkmann. „Die haben bei mir angerufen und nachgefragt, ob sie kommen können“. Ja, klar konnten sie. Und sie feierten kräftig mit.

Das Programm, das die welches die KFD ihren Gästen bot, konnte sich allerdings auch sehen lassen. Neben Musik und Tanz standen zahlreiche Sketche im Vordergrund. Zum Beispiel gab es da die humorige Geschichte mit „Pater und Nonne“. Die beiden hatten sich in einem Schneesturm verlaufen und mussten nun in einer Berghütte Zuflucht suchen. Dort fanden sie jedoch nur ein Bett und einen Schlafsack vor. Der Pater, ganz Gentleman, überließ der Nonne das Bett. Doch sie fror und weckte den Pater mehrfach in der Nacht, damit er ihr Decken hole. Irgendwann in der Nacht wurde ihm das zu bunt und er überraschte die Nonne mit einem Vorschlag. Der Pater, dargestellt von Sandra Schwieren, sagte: „Hier oben kann uns keiner sehen und hören. Wir könnten doch einfach einmal so tun, als ob wir ein Ehepaar wären“. Die Nonne, dargestellt von Christina Westerwell, antwortete erwartungsvoll: „Oh, Pater, macht mit mir, was Ihr wollt“. „Okay“, sagte der, „dann hol Dir Deine bescheuerten Decken selbst“.

Gestaltet wurde der Abend vorwiegend von Sandra Schwieren, Christina Westerwell, Annette Heumann und Barbara Kerkmann. Sie sorgten nicht nur für prächtige Stimmung, sondern auch für ein ebenso prächtiges Ambiente. Der Saal im Vereinshaus war toll geschmückt. „Wir haben so eine Art Team gebildet“, erklärte Kerkmann. Den vier Frauen habe es schon vor zwei Jahren viel Spaß bereitet, eine solche Feier vorzubereiten. Die Weiberfastnacht wird von der KFD nur alle zwei Jahre angeboten.

„Allerdings hatten wir während der letzten Veranstaltungen eine so große Resonanz, dass wir uns derzeit überlegen, die Feier jährlich durchzuführen“, verriet Kerkmann. Es bleibt die Frage, was prächtiger war: Die Stimmung oder die Kostümierung? Keine leichte Entscheidung, denn beides passte zueinander. Ganz tolle Kostüme waren zu sehen und keines glich dem anderen.

Und die Stimmung war auch hervorragend. Ein gelungener Abend. Das sahen auch die Gäste aus Altena und Evingsen so. Und vielleicht gibt es ja schon im nächsten Jahr eine Neuauflage. Kerkmann in breitestem rehinischem Dialekt: „Ja, sischer dat. Ich jleuve, dat könnte klappen“. Sie ist gebürtige Rheinländerin und als solche sozusagen von Geburt an eine Frohnatur. Ob „Alaaf“ oder „Helau“, die Sauerländerinnen feierten – unter welchem Karnevalsruf auch immer – ihre Weiberfastnacht. - Hartwig Bröer

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