In kleinen Schritten zum neuen Arbeitsplatz

Eva Henseler (r.) von der Agentur für Arbeit hilft Berufsrückkehrerinnen wie Katharina Wygoda (l.) auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Katharina Wygoda hat die Erziehungszeit hinter sich, die Kinder sind inzwischen fast groß. Jetzt will die Nachrodterin im Job noch einmal durchstarten. Hilfe findet sie bei Eva Henseler.

Berufsrückkehrerin Katharina Wygoda und Eva Henseler, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Agentur für Arbeit Iserlohn, schütteln sich die Hände. Sie haben sich bereits vor einigen Monaten in einer der Gruppeninformationen der BCA in der Iserlohner Arbeitsagentur kennengelernt. Zusammen wagen beide einen kleinen Rückblick auf die ersten Etappen in Richtung neuer Tätigkeit.

Katharina Wygoda aus Nachrodt-Wiblingwerde ist für Eva Henseler ein Beispiel einer motivierten Berufsrückkehrerin: „Als wir uns kennenlernten, war Frau Wygoda bereits aktiv auf Arbeitssuche und fand zwischenzeitlich einen befristeten Job im Schulsekretariat – eine Krankheitsvertretung. Sehr positiv bei ihr ist, dass sie nie den Kontakt zur Arbeitswelt verloren hat. Als gelernte Bürokauffrau übte sie auch während der Erziehungszeiten immer einen Nebenjob im erlernten Beruf aus. So bleibt man drin und weiß, was in der Arbeitswelt wichtig ist. Das sind eindeutige Stärken.“

Katharina Wygoda berichtet: „Als ich neulich den befristeten Job als Schulsekretärin angeboten bekam, habe ich nur einen klitzekleinen Moment gezögert, denn schließlich unterscheidet sich dieser Job von meiner erlernten Tätigkeit schon etwas. Die Neugier und auch der Wunsch, wieder arbeiten zu können, waren aber viel größer als die Zweifel, so dass ich den Job dann umgehend angenommen habe. Schüler betreuen, Bescheinigungen ausstellen, die komplette Büroorganisation waren meine Aufgaben – und das alles ohne Einarbeitung. Ich habe mich durchgewurschtelt und habe sehr positives Feedback zur Ausübung der Tätigkeit erhalten. Jetzt kann ich selbstbewusst behaupten, dass ich mir fremde Dinge erarbeiten kann und keine Angst vor Neuem haben muss.“

Aus Sicht von Eva Henseler ist das eine wertvolle Erfahrung, die die Nachrodterin da gemacht hat. Außerdem habe sie durch die Annahme der befristeten Tätigkeit auch ein Arbeitszeugnis erhalten, was sich positiv in der Bewerbungsmappe mache. Katharina Wygoda sei bereit, ins kalte Wasser zu springen, wenn sie gebraucht werde, erklärt Henseler und nennt ein Beispiel: „Als das Fernsehen einen Filmbeitrag über meine BCA-Tätigkeit bringen wollte und beispielhaft eine Berufsrückkehrende suchte, war Frau Wygoda umgehend bereit. Das hat mich direkt beeindruckt und zeigt ihre Motivation für Neues und auch ihre Tatkraft.“

Ihre weiteren Schritte sind Katharina Wygoda nun klar: „Ich habe meine Bewerbungsmappe anhand der Tipps von Eva Henseler noch einmal überarbeitet und bewerbe mich nun im Umkreis einer Dreiviertelstunde Fahrtzeit. Darüber hinaus bin ich flexibel in den Arbeitszeiten, weil die Kinderbetreuung geregelt ist. Ich suche zwar vorrangig einen Job in den Vormittagsstunden, bin bei Bedarf des Arbeitgebers aber beweglich. Letztlich würde ich auch einen Umzug in Betracht ziehen und bin sehr interessiert daran, mich für eine neue Tätigkeit weiter zu qualifizieren.“

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