Für Kanalsanierung gibt es eventuell Zuschüsse

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Unterhalb der Grundstücke an der Breddestraße in Einsal wird bis zum Jahresende ein neuer Abwasserkanal verlegt (wir berichteten). Für die Grundstückseigentümer ist dies unter Umständen mit zusätzlichen Kosten verbunden, weil auch beschädigte Hausanschlussleitungen saniert werden müssen. Allerdings könnte es dafür Zuschüsse geben.

Der Gemeinderat wird sich in seiner Sitzung am Montag, 5. September, mit dem Thema befassen. Voraussichtlich wird er dann eine Satzung verabschieden, in der eine Frist für die gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfung der privaten Abwasseranlagen gesetzt wird. Wahrscheinlich muss diese Prüfung dann bis zum 31. Dezember durchgeführt werden.

Diese Satzung ist eine der Voraussetzungen dafür, dass die Grundstückseigentümer einen Zuschuss zu den durch die notwendige Sanierung von Hausanschluss- und Grundleitungen entstehenden Kosten erhalten können. Dieser Zuschuss, der gewährt werden kann, weil der Ruhrverband die Breddestraße als Fremdwasserschwerpunktgebiet erkannt hat, beläuft sich auf 30 Prozent der Ausgaben, beträgt allerdings höchstens 200 Euro pro angefangenen Meter sanierter Leitungen pro Haus. Den Zuschuss können betroffene Grundstücksbesitzer über die Gemeinde bei der NRW-Bank beantragen.

Die Gemeinde hat die Anwohner der Breddestraße kürzlich in einer Informationsveranstaltung über dieses Prozedere in Kenntnis gesetzt. Sie empfiehlt den Anwohnern auch, bis zum Jahresende die gesamte Hausanschlussleitung durch eine TV-Inspektion untersuchen zu lassen wenn das nicht schon geschehen ist. „Sollten hierbei Schäden festgestellt werden, sollten diese zeitnah beseitigt werden, da je nach Schwere des Schadens eine Behebung nach Beendigung der Kanalbauarbeiten kostenträchtiger sein dürfte“, empfiehlt der Fachbereichsleiter Planen/Bauen, Jürgen Röll, in einem Papier, dass den Ratsmigliedern in diesen Tagen zugegangen ist. Die Anwohner seien auf diese Möglichkeiten hingewiesen worden, auch sei ihnen eine Beratung hinsichtlich der Sanierung der Kanalhausanschlüsse angeboten worden, so Röll weiter.

Der Rat wird die von der Gemeindeverwaltung erarbeitete Satzung am 5. September sehr wahrscheinlich absegnen. Bereits in der Sitzung am 18. Juli hatten sich die Politiker auf Anregung von Jürgen Röll dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde dort, wo sie selbst Abwasserkanäle überprüfen lässt, auch den Anwohnern eine Überprüfung der Dichtheit privater Anlagen anbieten solle. Das ist jetzt in Einsal der Fall. ▪ vg

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