110 Kilometer weniger

Kälte macht E-Autos zu schaffen

Ein zugeschneites Elektroauto hängt an einem Ladekabel.
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Die Reichweite eines E-Autos kann im Winter für böse Überraschungen sorgen.

Auch in der andauernden Kälte sind Mitarbeiter Stadtverwaltung mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Für die Autos ist es ein Stresstest. Für die Mitarbeiter auch? Die Reichweite der Fahrzeuge hat abgenommen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Sie sind hochgelobt und immer mehr begehrt, aber bei Eiseskälte machen sie schlapp: Die beiden E-Autos, die die Gemeinde von den Stadtwerken Iserlohn gemietet haben, werden gerade einem Stress-Tests unterzogen. Einmal von Nachrodt nach Wiblingwerde: 20 Kilometer. Und mehr. Angeblich. Das melden jedenfalls die zwei E-Ups, mit denen besonders oft Bauamtsleiter Dirk Röding, Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz und der Vollziehungsbeamte Herbert Schmidt unterwegs sind.

„Normalerweise hat der Wagen eine Reichweite von 240 Kilometern, wenn er maximal geladen ist. Bei diesem Wetter sind es 130 Kilometer. Und wenn man die Heizung über 22 Grad stellt, nimmt die Reichweite noch mehr ab“ , erzählt Dirk Röding. Grundsätzlich ist er mit dem Wagen zufrieden, sieht aber die Tücken bei den aktuellen Temperturen. „Es ist kein Winterauto“, sagt er schmunzelnd. Stehengeblieben ist er aber noch nie.

„Wir fahren hier ja keine weite Strecken, das ist also nicht tragisch. Für alle, die weiter unterwegs sein möchten oder müssen, ist das Auto nicht die Ideallösung.“ So empfindet es auch Sebastian Putz, der aber erst einmal total begeistert vom E-Auto ist: „Das Auto fährt super, auch durch Schnee, es gibt keine Probleme, irgendwo hinzukommen. Aber natürlich bricht bei diesem Wetter die Akkuleistung ein und die normale Reichweite ist nicht mehr zu erzielen.“

Die Gemeinde Nachrodt hat zwei E-Autos von den Stadtwerken Iserlohn gemietet. Frank Schorlemmer (2.v.r.) überreichte die Fahrzeuge an Bürgermeisterin Birgit Tupat, Kämmerin Gabriele Balzukat und den ehemaligen Ordnungsamtsleiter Dirk Röding (v.l.)

Super findet Sebastian Putz, dass die Heizung sofort funktioniert und nicht erst der Motor warmlaufen muss. „Für unsere Arbeit ist der Wagen absolut toll.“ Allerdings, so räumt er ein, würde er für den Privatgebrauch aufgrund der noch nicht ausgefeilten Technik ein E-Auto höchstens als Zweitfahrzeug kaufen.

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