Junges Paar saniert die „Hagener 96“

Altes Haus wird wieder jung

Bewohnerin Hagener Straße 96
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Laila Andalouss lebt jetzt mit Mann und zwei Kindern in dem alten Haus im Nachrodter Ortskern.

Hier tobten früher Kindergartenkinder, diskutierten Kommunalpolitiker, trafen sich Flüchtlinge zum Kaffeetrinken, probte das Brettken am drögen Pütt neue Theaterstücke ein und gingen Bürger zur Wahlurne: Jetzt ist „die Hagener 96“, wie das Haus in Nachrodt über viele Jahrzehnte genannt wurde, in privater Hand. Und ist nicht mehr wiederzuerkennen.

Nachrodt-Wiblingwerde –Aus dem Sitzungssaal ist ein Wohn- und Esszimmer geworden. Großzügig. Wohnlich. Einladend. Und vor Kopf: Ein großes Bett, in dem die zweijährige Medina schlummert. Der kleine Bruder Ledri hatte die Nacht zum Tag gemacht. Da muss jetzt etwas Schlaf nachgeholt werden. Die junge Familie Andalouss fühlt sich pudelwohl und glücklich in „der Hagener 96“ und ebenso in Nachrodt.

Die Familie hilft mit

„Als wir die Hausbesichtigung hatten, habe ich als erstes die vielen Stühle gesehen“, erzählt Laila Andalouss lachend. Obwohl eigentlich schon perfekt, ist die Wohnung im Erdgerschoss erst einmal provisorisch hergerichtet. Die Familie möchte in die erste Etage ziehen, die gerade noch eine Baustelle ist. Dort wurden die Wohnungen bereits zusammengelegt. Eventuell wird es auch eine Wendeltreppe vom Erdgeschoss nach oben geben. „Wenn wir genug gespart haben“, sagt Laila, die mit ihrem Mann Driton viele Ideen hat. Und fachliche Unterstützung, denn fast die ganze Familie ist in der Baubranche tätig. „Die Cousins meines Mannes kommen an den Wochenenden und helfen“, erzählt Laila Andalouss, die marokkanische Wurzeln hat und in Hagen geboren wurde. Dort hat sie mit ihrem Mann in einer Zwei-Zimmer-Wohnung gewohnt, als sie das Immobilienangebot aus Nachrodt sah. „Wir wollten immer außerhalb wohnen, wo es idyllisch ist“, erzählt die 39-Jährige. Die Kinder sollten in einer schönen Umgebung aufwachsen. Mit Garten. Der ist zwar noch nicht fertig, wird aber auch noch in Angriff genommen. Hauseigentümer sind Schwager und Schwägerin, die in Hanau leben.

Im Obergeschoss wird nich gebaut. Bald will die Familie diese Räume beziehen.

„Als ich hier ‘reingekommen bin, konnte ich mir sofort ausmalen, was man mit dem Haus alles machen kann“, sagt Laila Andalouss und schwärmt besonders von den großen Fenstern, die ein lichtdurchflutetes Wohnen ermöglichen. Doch der Start in die Renovierung begann zunächst einmal mit Hochdruckreinigern. „Wir haben hier unten erst einmal vier Tage richtig sauber gemacht“, erzählt die junge Frau schmunzelnd. Decke, Wände, Böden wurden auf Vordermann gebracht, das riesige Loch, das nach einem Wasserschaden in der Decke klaffte, fachmännisch geschlossen. „Es ist jetzt wieder alles in Ordnung.“ Geplant ist, irgendwann die Wohnung ganz oben zu vermieten. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Vorfreude auf neue Bekanntschaften

In seiner neuen Heimat Nachrodt hat das junge Paar coronabedingt noch nicht viele Leute kennengelernt. Aber ab August wird die kleine Medina den Awo-Kindergarten besuchen, sodass dann erste Kontakte geknüpft werden können. „Darauf freuen wir uns.“

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