Jugendliche wollen eigenes Parlament gründen

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Aykut Aggül engagiert sich gerne für Kinder und Jugendliche, hier zum Beispiel als Praktikant im St. Elisabeth-Kindergarten. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Fünf Jugendliche aus der Doppelgemeinde haben sich mit einem Antrag auf Gründung eines Jugendparlamentes an den Gemeinderat gewandt. Treibende Kraft der Initiative ist der 16-jährige Aykut Aggül.

„Die Anliegen und Nöte der Jugendlichen in Nachrodt-Wiblingwerde sind den Erwachsenen und dem Gemeinderat größtenteils nur unzureichend bekannt. Viele Jugendliche scheuen sich, ihre Anliegen vor Erwachsenen vorzubringen“, meint Aggül, der sich seit einigen Jahren bereits im Jugendzentrum engagiert und seinerseits keine Probleme hat, seinen Standpunkt zu artkulieren. Er hält es für wichtig, Jugendliche mehr in die kommunale Arbeit und Entwicklung einzubinden.

Hinter sich weiß Aykut Aggül nicht nur seine 15-jährige Schwester Aysun, sondern auch Burak Topcu (16), Mustafa Özdemir (16) und Hakan Erdogdu (17). In ihren Augen könnte ein Jugendparlament das Bindeglied zwischen den Jugendlichen der Doppelgemeinde, dem Rat und der Verwaltung sein. Es könnte Anlaufstelle und politisches Forum für Jugendliche in Nachrodt-Wiblingwerde sein und ihre Interessen überparteilich gegenüber dem Rat vertreten. Die Antragsteller glauben auch, dass dadurch bei der nachwachsenden Generation politisches Interesse geweckt werden könnte.

Jugendparlamente sind seit den 1980er Jahren in Deutschland und anderen europäischen Ländern verstärkt gefördert worden. Als geläufige Form der Jugendpartizipation haben sie sich aber noch nicht durchgesetzt. Ob es demnächst ein Parlament für die Jugendlichen in Nachrodt-Wiblingwerde geben wird, liegt am Gemeinderat. Der wird sich in seiner Sitzung am Montag, 25. Juni, mit dem Thema befassen. Die öffentliche Sitzung findet ab 17 Uhr in der Gaststätte Zur Rastatt statt. Aykut Aggül und seine Mitstreiter hoffen natürlich darauf, dass der Rat ihren Antrag unterstützt, „um die Situation der Jugendlichen in unserer schönen Gemeinde nachhaltig zu verbessern“. Volker Griese

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