Brettken-Ensemble zieht positive Saison-Bilanz

Das Brettken-Ensemble bei seiner Saisonbilanz. Die Truppe um Dr. Michael Podworny kann mit der zu Ende gegangenen Saison überaus zufrieden sein. -  Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Sommersaison 2014 bekommt einen Platz auf dem Siegertreppchen des Brettkens am drögen Pütt: Mit 400 Zuschauern war die ,,Posse in Plüschpantoffeln” das dritt-besucherstärkste Stück der vergangenen zehn Jahre.

Für sein Wintermärchen muss das Ensemble schon jetzt vorausschauend planen: Gebraucht werden Bürger, die aktiv auf der Bühne oder hinter den Kulissen mitwirken möchten.

Es ist wahrscheinlich, dass das Wintermärchen nicht in der Vorweihnachtszeit aufgeführt wird. ,,Die Belegungszeiten in der Lennehalle könnten uns in die Quere kommen”, erklärt Intendant Dr. Michael Podworny. Weihnachtsmann und Nikolaus spielen aber buchstäblich nie eine Rolle im Wintermärchen. Deshalb könnte sich das Ensemble durchaus vorstellen, das neue Stück im Januar aufzuführen. Dann hätte das Brettken im Jahr seines 40-jährigen Bestehens gleich zwei Stücke zu präsentieren.

Wie der runde Geburtstag gefeiert wird, steht noch nicht ganz fest. Gute Ideen gibt es aber bereits: Exklusive Führungen hinter den Kulissen, eine Party und Ehrengäste aus den ersten Tagen des Brettkens wären denkbar. ,,Bestimmt lassen wir uns was Schönes einfallen!” erklären die Mitglieder. Kulturfreunde sollen teilhaben am einzigen Amateurtheater am Ort und Freude daran gewinnen, sich beim Brettken einzubinden. ,,Ist die Hemmschwelle einmal überwunden, bleibt man auch dran”, weiß Ilse Alexius, die ihre Kollegen zur Saisonabschlussbesprechung bei sich zu Hause empfing. Sie hat nicht nur Freunde gefunden: ,,Man lernt hier alles: Sowohl das Agieren auf der Bühne, wie auch den Umgang mit dem Bohrschrauber und das Tapezieren”, erklären die Mitglieder lachend. Sorge bereitet dem Brettken nach wie vor der Fundus, der in den feuchten Kellerräumen der Rastatt immer noch stark leidet. Neben ideeller und finanzieller Unterstützung wäre dem Ensemble vor allem mit einer Sache gedient: Ein trockenes Lager müsste her - danach sucht das Theater aber bereits seit Jahren vergeblich.

Richtig glücklich sind die Mitglieder allerdings darüber, dass das Sommerstück so gut gelaufen ist. Obwohl das Stück nicht immer ganz jugendfrei war, fanden sich erstaunlich viele Kinder im Publikum, die aber durchaus ihren Spaß an ,,Unter Bademänteln” hatten. ,,Wir haben viel positive Resonanz bekommen”, freut sich Dr. Michael Podworny.

Nach den Sommerferien geht die Arbeit weiter. Interessenten sind immer montags zu den Treffen um 19.30 Uhr in Haus Hagener Straße 96 willkommen. Sie können sich aktiv in den Prozess einbinden, ein neues Stück zu finden und sich aussuchen, in welche Rolle sie schlüpfen möchten. ,

,Wer bei uns spielen möchte, der kann das”, wirbt Dr. Michael Podworny für die Vorzüge des Theaterspielens in der Provinz. ,,Woanders sind Schauspieler arbeitslos. Bei uns nicht”, erklärt er schmunzelnd. - Von Ina Hornemann

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