Joergens will nicht mehr Tupats Stellvertreter sein

Hans-Peter Joergens

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Umstritten war es schon länger, das Amt des 3. stellvertretenden Bürgermeisters, das die Gemeinde nach der Kommunalwahl 2009 eingeführt hatte. Jetzt hat Hans-Peter Joergens einen Schlussstrich gezogen.

Schon in der konstituierenden Sitzung des Rates hatte SPD-Fraktionschef Susanne Jakoby das Amt als „völlig überflüssig“ bezeichnet. In der Diskussion um Sparmaßnahmen zur Konsolidierung des angeschlagenen Gemeindehaushaltes hatte es dann erneut Kritik gegeben, diesmal jedoch von Einwohnern.

Jetzt hat der Amtsinhaber Hans-Peter Joergens (UWG) die Konsequenzen gezogen: Am Dienstag hat der 70-Jährige der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, dass er das Amt zum 1. Juli niederlegen werde. Er sei die ewigen Nörgeleien Leid gewesen, sagte Joergens im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Dabei habe er insbesondere während der langen Krankheit von Ex-Bürgermeisterin Beatrix Naujoks viele Aufgaben übernommen. Nachdem das Amt der Bürgermeisterin nun wieder besetzt ist, betrachtet er seinen Posten aber offenbar selbst als entbehrlich. Er wolle damit auch einen „eigenen kleinen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten“, erklärte Joergens, der für seine Tätigkeit eine jährliche Aufwandsentschädigung von rund 3300 Euro erhält.

Ganz von Tisch ist die Diskussion um das Amt damit aber nicht. Der Rat muss noch entscheiden, ob er es nach Joergens' Rücktritt neu besetzen oder zukünftig auf den dritten Stellvertreter des Gemeindeoberhauptes verzichten will. ▪ Volker Griese

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