Jesus House - enorme Resonanz in Wiblingwerde

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Was ist denn hier los?“, fragten sich die Organisatoren von Jesus House am Mittwochabend im Wiblingwerder Jugendzentrum. Immer mehr Jugendliche füllten den Raum. „Mit so einem Andrang hätten wir nie gerechnet“, freute sich Pressesprecher Thimo Renfordt.

Pünktlich um 19.19 Uhr füllten 70 Jesus Houseler das Juz. Bis Sonntag findet die christliche Veranstaltung jeden Abend ab 19.19 Uhr statt. Eingeladen sind alle Jugendlichen, die sich „mit dem wesentlichen Sinn des Lebens“ auseinander setzen wollen. Die Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Ist da jemand?“ war ein voller Erfolg.

Jesus House ist eine Veranstaltung, die von der Organisation Pro Christ, durchgeführt wird. In Wiblingwerde wird derzeit Jesus House „lokal“ veranstaltete. Dazu haben sich der CVJM Wiblingwerde, die Christliche Versammlung, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Wiblingwerde und die freie evangelische Gemeinde aus Hohenlimburg zusammengetan, um gemeinsam mehr zu bewegen und fünf „unvergessliche“ Abende zu organisieren. Nicht fehlen darf dabei Kristian Ham-Fehl. Der Pastor aus Lüdenscheid versteht es, wie kein anderer die Jugendlichen für Gott zu begeistern. Mit einer Mischung aus Comedy, Ernsthaftigkeit und dem Talent, Glaubensinhalte jugendnah und voll Überzeugung zu transportieren, schafft er es, die Jugendlichen in den Bann seiner Erzählungen zu ziehen.

„Jesus House ist eine Einladung, dich mit wesentlichen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen“, erklärt Renfordt. Doch, was viele Jugendliche eher abschreckt, nämlich sich einen Abend mit dem Thema Christ sein, beziehungsweise werden, und sich mit der Frage nach Gott zu beschäftigen wird in Wiblingwerde plötzlich „cool“. Denn bereits das Ambiente spricht für sich: Lounge-Charakter, die Teilnehmer sitzen an kleinen runden Tischen, eher wie in einem Café, als in einer Kirche. Hinter ihnen jede Menge Technik, riesige Scheinwerfer und ein großes Mischpult und vorne auf der Bühne findet sich ebenfalls kein langweiliges Rednerpult mit Kreuz davor, sondern eine Band und ein Mann, der auf den ersten Blick weder alt noch besonders fromm wirkt. Das ist Pastor Christian Ham-Fehl. „Niemand will euch hier etwas verkaufen, ihr braucht auch keinen Taufschein, um dabei sein zu dürfen. Hier ist jeder eingeladen, der an fünf Abenden ein bisschen über das Leben nachdenken möchte“, erklärt der Lüdenscheider. Und dies ist ihm ganz besonders wichtig. Die Jugendlichen sollen sich selbst fragen stellen. Glauben könne man schließlich nicht erzwingen, sondern müsse vom Herzen aus spürbar werden. „Ich möchte, dass ihr euch an diesem Abend mit zwei Theorien auseinander setzt! Erstens: Es gibt einen Gott. Zweitens: Es gibt keinen Gott. Beides sind Theorien, die sich beide nicht beweisen lassen“, so der Pastor. Zu sagen „Ich glaube nur, was ich auch wirklich sehe“, sei dabei viel zu einfach. „Handystrahlen, Wind und Gefühle sieht man auch nicht, aber keiner von euch würde behaupten, dass es sie nicht gibt“, versuchte er die Problematik zu erklären. Gott könne man nicht beweisen, aber man könne versuchen ihn zu entdecken. Und genau darum ging es an diesem Abend. Ham-Fehl erzählt die Geschichte von Bartimäus, dem Blinden, den Jesus sehend macht. Aber nicht irgendwie, sondern so lebendig und ein wenig wie Comedian Michael Mittermeier, schafft es Ham-Fehl, die Jugendlichen zu begeistern. Mit Witz, Charme und einer gut dosierten Portion Ernsthaftigkeit erreicht er die Jugendlichen dort, wo Kirche sie oft zu verfehlen scheint. So wird an einigen Stellen herzhaft gelacht, an anderen herrscht betretendes Schweigen.

Bei Jesus House darf auf keinen Fall die Band fehlen. Mit bekannten Pop- und Rock-Songs zum Thema Glauben begeisterten sie das junge Publikum. „Die Band wurde eigens für diesen Zweck gegründet. Mit Erfolg, wie man sieht“, freute sich Renfordt.

Heute beschäftigt sich Jesus House mit der Frage der eigenen Identität, der Samstag steht unter dem Motto „Total daneben“ und behandelt die Themen Schuld und Sühne. Am Sonntag steht die Frage „was bringt´s“ im Vordergrund. Beginn ist jeweils um 19.19 Uhr im Wiblingwerder Jugendzentrum.

- Lydia Machelett -

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