Kettensägen-Konzert

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Die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins hatten die Jedermänner-Abteilung des TV Wiblingwerde um Hilfe gebeten. So rückten viele tatkräftige Akteure an, um den Waldlehrpfad von Brennnesseln und Gestrüpp zu befreien.

Nachrodt-Wiblingwerde  - Es war laut. Sogar mächtig laut. Förmlich ein Konzert von Kettensägen, Freischneidern und Heckenscheren. Schon von Weitem konnte man hören, dass auf dem Wiblingwerder Waldlehrpfad Großes passierte. Dabei begann alles ganz gemütlich. Immer mehr Männer versammelten sich am Zugang zum Waldlehrpfad. Allesamt in Arbeitshose und mit schwerem Gerät bewaffnet.

 Es waren die Mitglieder der Jedermänner-Abteilung des TV Wiblingwerde. Eigentlich gehen sie im Sommer gemütlich wandern. Doch dieser Abend sollte alles andere als gemütlich werden. „Wir schneiden heute den Waldlehrpfad frei. Der Weg ist an einigen Stellen voller Brennnesseln und die Informationstafeln wachsen langsam zu“, erklärte Martin Hohage von den Jedermännern.

Folglich durfte einer nicht fehlen: Karl-Heinz Tacke, der Herr des Waldlehrpfads. Wohl kaum einer kennt die Runde so gut wie er. Unzählige Gruppen hat er bereits über den Erlebnispfad geführt. „Das Insektenhotel ist ziemlich dicht zugewachsen und dahinten hängt ein trockener Ast über einer Tafel.“ Alles hörte auf sein Kommando.

Und dann ging es auch schon los. Die Motoren der Geräte wurden angeschmissen und es gab schier kein Halten mehr. Frei nach dem Motto „viele Hände, schnelles Ende“, arbeiten sich die Sportler voran. Dass ausgerechnet die Männer-Gruppe den Pfad frei schnitt, war dem Heimat- und Verkehrsverein zu verdanken. Er hatte die Sportler um Hilfe gebeten.

 „Angefangen hat das alles mit dem Rock-Konzert auf dem Schulhof. Damals hat uns der Heimatverein geholfen. Im Gegenzug haben wir dann im vergangenen Jahr das Dach der Heimatstube gereinigt – und jetzt halt diese Aktion“, erzählte Jens Grote. Die vereinsübergreifende Arbeit ist schon ein kleiner Vorgeschmack auf ein geplantes Leader-Projekt. Die Gruppen und Vereine im Höhendorf wollen sich gegenseitig bei verschiedenen Aktionen unterstützen, um so den Fortbestand gewisser Aktivitäten zu gewährleisten, beziehungsweise zu vereinfachen. Jeder könne hin und wieder Hilfe gebrauchen, sei es bei Veranstaltungen oder Aktionen wie diesen. Zudem seien die meisten eh Mitglieder in mehreren Vereinen. Die Schnittmengen sind also groß.

Die Jedermänner hatten jedenfalls sichtlich Spaß an der Arbeit. Aufgrund der Hitze gab es immer wieder kurze Pausen – Zeit für Männergespräche und Gelegenheit für die neuen Mitglieder, die anderen in Ruhe kennenzulernen.

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