TVW bleibt von massenhaftem Austritt verschont

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Der Vorstand des Turnvereins Wiblingwerde nach den Vorstandswahlen am Freitagabend (von links): Dirk Grote (neuer Kassenwart), Dirk Simon (Kassenprüfer), Thomas Bäcker (Sportlicher Leiter), Jens Grote (1. Vorsitzender), Andreas Renfordt (bisheriger Kassenwart), Tim Heiermann (Jugendwart) und Jörg Marré (Schriftführer).

Nachrodt-Wiblingwerde - Ein Jahr nach Einführung der Sportstättennutzungsgebühren und der Beitragserhöhung für die Mitglieder des TV Wiblingwerde zog der scheidende Kassenwart Andreas Renfordt während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend ein erstes Fazit: „Unsere Mitgliederzahl ist etwas gesunken.“

Hatte der TVW im Vorjahr noch 753 Vereinsmitglieder, sind es derzeit nur noch 704. „Trotzdem haben wir im vergangenen Jahr keinen Verlust verzeichnet, wirtschaftlich steht der Verein weiterhin gut da“, beruhigte Renfordt.

Somit konnten die Ängste der vergangenen Sitzung ausgeräumt werden, eine nur leichte Beitragserhöhung würde in Folge eines massiven Mitgliederschwunds die Kosten der Nutzungsgebühren nicht auffangen.

„Die passiven Mitglieder halten dem Verein weiter die Treue“, hieß es in der Versammlung. Eben jene passiven Mitglieder sollen – vor allem auf dem jährlichen Vereinsfest – wieder stärker angesprochen werden. Das „Kaffeetrinken“ vor dem abendlichen Fest hatte im Vorjahr breite Zustimmung gefunden.

In den Fachgruppen hat sich hingegen nicht viel getan. Die aktiven Senioren- und Fitnessgruppen freuen sich weiter über rege Teilnahmebereitschaft, die Jedermänner freuen sich gar über einen kleinen Zuwachs auf nunmehr 23 regelmäßige Teilnehmer, während die Leichtathletik mit zuletzt neun Kreismeistertiteln, vier westfälischen Meistern und einem Westdeutschen Meister weiter auf Erfolgskurs ist.

Fachgruppenleiterin Veronika Wilke lobte zudem die Struktur der Übungsstunden: „Nicht nur die Wettkämpfer finden bei uns Anklang, viele wollen sich einfach nur fit halten und kommen dazu in die Leichtathletikstunde“.

Die Fußballer blicken hingegen auf ein bewegtes Jahr zurück. Nach schlechten sportlichen Ergebnissen und einem Trainerwechsel ist die Mannschaft jedoch zurück in der Erfolgsspur. „Das ist nicht zuletzt das Verdienst unseres alten und neuen Spielertrainers Jannik Bäcker“, urteilte Fachgruppenleiter Julian Remmert.

Nach dem Saisonende benötigt die Abteilung dann noch einen neuen Fachgruppenleiter, denn Remmert wird seinen Posten zur Verfügung stellen. Noch ist unklar, wie es dann weiter geht.

„Am 14. Februar feiern wir unser fünfjähriges Bestehen mit einer großen Geburtstagsparty. Dann werden wir verkünden, ob und wie wir unsere Mannschaft in die Zukunft führen“, erklärte Remmert.

Auch die Jugendfußballer um Tim Heiermann feiern ein Comeback: Wurden die Kleinsten in der Übungsstunde zuletzt wegen zu geringer Teilnahme übergangen, soll das Training ab Februar wieder aufgenommen werden. „Weitere Informationen folgen in Kürze, die Kleinsten zwischen fünf und zehn Jahren werden dann aber unter sich spielen“, erklärte Heiermann.

Der 1. Vorsitzende Jörg Grote schien sichtlich zufrieden mit dem vergangenen Jahr: „Der Aktionsplan kam bei den Mitgliedern gut an. Ob ich an den Fotorückblick zum Jubiläumsfest, die Vereinswanderung mit mehr als 80 Teilnehmern oder den Tag des Sports zurück denke: Diese Veranstaltungen waren ein voller Erfolg.“

Doch auch kritische Töne keimten auf. So entschuldigte sich Grote für das Chaos um die Einladungen zum Vereinsfest und die Beitragseinzüge, gelobte jedoch Besserung mit einem überarbeiteten Vereinsregister. Überdies appellierte Grote, dass „alle Mitglieder sich wieder mehr und gemeinsam für den Verein engagieren“ müssten, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Personell ändert sich zum neuen Jahr hingegen wenig. Thomas Bäcker wurde als Sportlicher Leiter im Amt bestätigt, Dirk Simon übernahm das Amt des Kassenprüfers von Dirk Grote, der wiederum den scheidenden Andreas Renfordt als Kassenwart ablöste. - rem

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