"Wir lassen den neuen Vorsitzenden nicht allein"

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Siegfried Kruse gratuliert dem neuen Vorsitzenden Dr. Christian Schulze zur erfolgreichen Wahl.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ich hatte vor drei Jahren gehofft, dass jemand dauerhaft übernimmt. Es kann nicht sein, dass ein gegen 80 Jahre laufender Mensch nach Erneuerung sucht“. Dies sagte Siegfried Kruse als 1. Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Nachrodt-Wiblingwerde am Donnerstagabend während der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Zur schönen Aussicht“.

 Und so hatte Kruse im Vorfeld bereits Gespräche „mit einem Menschen geführt, der sich einbringen will“ und mit Dr. Christian Schulze einen neuen Vorsitzenden gefunden. Der Lehrer für Biologie und Latein soll den Verein nicht nur verjüngen und das Bestehende bewahren, sondern auch nach außen stärker auftreten.

„Ich empfinde das Amt als große Ehre, aber auch als eine Belastung“, so Schulze. Er begründete dies damit, dass er neben seiner Tätigkeit am Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna auch noch als Medizinhistoriker und Lehrbeauftragter für Griechisch und Latein an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt sei: „Dennoch würde ich mich gerne damit anfreunden und mich in die Aufgabe hineinstürzen wollen“.

Zudem appellierte Schulze an die Versammlung, dass er als Neubürger, der im Jahr 2006 ins Dorf gekommen sei, ein aktives Netzwerk benötige, auch, weil es zeitlich manchmal eng werden könne.

 In diesem Sinne betonte Siegfried Kruse: „Wir lassen den neuen Vorsitzenden nicht allein“. Er selbst erklärte sich bereit, auch weiterhin als Beisitzer im Vorstand tätig sein zu wollen. Auch der bislang vakante Posten des Schriftführers konnte mit Susanne Schulze-Jaschok neu besetzt werden. Zum neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung Roderich Knipps. Helga Baumann scheidet aus. Zuvor hatte Siegfried Kruse einen Geschäftsbericht des abgelaufenen Jahres abgegeben und Martina Knipps (Heimatstube), Gerd Nolte (Wandern) und Otto Camphausen (Brenscheider Mühle) über die Aktivitäten der Arbeitskreise berichtet.

Wichtig zu erwähnen: Auch in diesem Jahr werden die Backtage an der Brenscheider Mühle weitergehen. Der Auftakt ist für den 5. Mai geplant. Eigentlich hatte Otto Camphausen diese Aufgabe nach mehr als 34 Jahren nicht mehr weiterführen wollen. Der Grund: Es seien einfach zu wenige Helfer da! „Doch trotz meiner 75 Jahre will ich es noch einmal versuchen. Es wäre einfach schade, wenn die Backtage nicht mehr stattfinden würden“. Was im nächsten Jahr sein werde, ließ Camphausen allerdings offen.

Über die Optimierung des Wanderwegenetzes berichtete Gerd Nolte. Im Rahmen eines „Leader“-Projektes will der Heimat- und Verkehrsverein „zehn Wege ins Rennen schicken“ und diese in das Wegenetz des SGV eingliedern. Die Planungsphase soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.

 Weitere Initiativen betrafen einen Zunftbaum auf dem Dorfplatz und Defibrillatoren für Brenscheid, Eilerde und Rennerde. Zudem soll in diesem Jahr eine Kooperationsplattform, ebenfalls als „Leader“-Projekt und gemeinsam mit dem Bürgerbusverein und dem TuS Nachrodt-Obstfeld vorangetrieben werden. Zudem wies Siegfried Kruse noch darauf hin, dass der Kornspeicher auf dem Schulhof seit 80 Jahren und das Adventsansingen seit 20 Jahren bestehe. Beide Jubiläen werden gefeiert.

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