80 Jahre VCP-Heim am Lohagen

Pfadfinder aus ganz NRW kamen zur Feier am Lohagen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Grundsteinlegung für das Heim des Vereins Christlicher Pfadfinder (VCP) am Lohagen erfolgte im Jahr 1930. Am Freitagabend feierten die Pfadfinder mit ihren Gästen das 80-jährige Jubiläum.

Das Haus liegt mitten im Wald, der Waldlehrpfad des Hegeringes führt unmittelbar dort vorbei. Der Bau des VCP-Heimes erfolgte zunächst in Eigenarbeit. Im Jahr 1953 wurde erstmalig angebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das Heim von Flüchtlingen bewohnt, die ihre Heimat in der Zeit des zweiten Weltkrieges verloren. Im Jahr 1981 wurde dann erneut renoviert. Die Räume innerhalb des Hauses wurden großzügiger und moderner gestaltet. In der Folgezeit wurde jedoch stetig modernisiert. Noch im Dezember vergangenen Jahres wurden neue Türen und Fenster eingesetzt.

Der Geschäftsführer des VCP-Landesverbandes Tobias Jarzombek erklärte: „Die Gäste, die das Haus anmieten, erwarten natürlich auch einen gewissen Standard. Und den wollen wir auch bieten.“ Vom Haus aus hat man die weite Landschaft im Blick. Günter König aus Iserlohn, selbst von Jugend auf Pfadfinder, erinnert sich an die Gründe, warum der Bau des Hauses relativ weit entfernt von den nächsten Nachbarn errichtet wurde. „Der Grundgedanke der Vereinigung der Pfadfinder ist der, sich in Gottes freier Natur zu bewegen und sowohl Pflanzen wie auch Tiere zu schützen.“ Das sei im Umfeld des Heimes sowohl damals wie heute möglich. König wies ferner darauf hin, dass von dem ursprünglich 1930 errichteten Gebäude „kein Stein mehr stehe“. Durch die zahlreichen Um- und Anbauten sei im Grunde genommen ein neues Heim entstanden.

Dies wird heute in erster Linie von Gruppen aus Nordrhein-Westfalen genutzt, jedoch sei die Nachfrage von Gästen aus ganz Deutschland nach wie vor ungebrochen, so Jarzombek. Auch aus dem benachbarten Ausland habe der VCP Gäste bereits begrüßt.

Das Haus bietet 44 Personen Platz. „Wir werden aber die beiden letzten Doppelbetten entfernen, so dass dann noch 40 Personen Platz haben.“ Das VCP-Heim steht nicht nur Pfadfindern offen. Es kann von allen anderen Gruppen oder auch zur Durchführung von Familienfeiern gemietet werden. Letzteres habe sich in der jüngeren Vergangenheit als durchaus praktisch erwiesen, so der Geschäftsführer. Nach dem Ende einer Feier könnten die Gäste gleich im Hause übernachten. Bislang registriert der Landesverband jährlich durchschnittlich 2500 Übernachtungen.

Als Ehrengast begrüßten die VCPler am Freitag im Übrigen Willi Will. Er ist 95 Jahre alt, stammt aus Altena und wirkte am Aufbau des Hauses mit. ▪ Hartwig Bröer

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