Isetten-Treffen am Telegraph

NACHRODT-WIBLINGWERDE -   Bald wird es viel Trubel geben im beschaulichen Veserde: Dann werden wieder kugelige Oldtimer am Telegraph zu bewundern sein. Denn dort findet vom 25. bis 27. Juni ein „Isetten-Treffen“ statt. Nach zweijähriger Wartezeit geht damit für Helga und Ulrich Woitkowski erneut ein kleiner Wunschtraum in Erfüllung. Von Hartwig Bröer

Beide bewohnen ein Haus am „Telegraph“, einem einsam gelegenen Flecken, umgeben von großen Wald- und Wiesenflächen. Die Wiesenflächen bieten reichlich Platz für jede Menge der Knutschkugeln. Und schon jetzt ist klar - dort werden besonders prachtvolle Exemplare der BMW-Isetta zu sehen sein. Der überwiegende Teil der Fahrzeuge wird zwar leicht restauriert sein, sich aber wohl im Originalzustand befinden.

Nur wenige der Isetta-Besitzer gestalten ihre kleinen Autos nach eigenen Vorstellungen um - zum Beispiel zum Taxi. Ein solches Modell hat es jedoch nie gegeben. Anders hingegen das Polizei-fahrzeug: Eine Isetta, ausgerüstet mit Blaulicht, Martinshorn und auf der Rückablage liegender Kelle mutet schon etwas seltsam an - doch dieses Fahrzeugmodell war tatsächlich im Einsatz - solange es dabei nicht auf Geschwindigkeit ankam. Die Isetten tragen den passenden Beinamen „Macht hoch, die Tür“. Und es ist tatsächlich so, dass sich die Tür des Fahrzeuges an dessen Vorderseite befindet und nach außen hin geöffnet wird. Das mit einem Kugelgelenk versehene Lenkrad dreht sich dabei mit und ermöglicht so einen problemlosen Ein- und Ausstieg. Isetta-Liebhaber gibt es wohl nicht nur in Deutschland. Sieht man ein solches Fahrzeug auf offener Straße, kann dessen Fahrer sich der ungeteilten Aufmerksamkeit aller Umstehenden sicher sein.

Die Woitkowskis führen dieses private Isetta-Treffen, jetzt zum fünften Male durch. Was zunächst als reines Treffen einer kleinen Fangemeinde konzipiert war, ist jedoch innerhalb der letzten Jahre in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. So werden beim Isetta-Treff am Telegraphen immer mehr Oldtimer-Fans angetroffen, die einfach nur einmal schauen wollen.

Das hat die Woitkowskis und ihre Gäste letztlich dazu bewogen, ihre Treffen für jedermann zugänglich zu machen. Das ist auch gar kein Problem, denn auf dem weitläufigen Gelände stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.

Die Woitkowskis gehen in diesem Jahr mit einer BMW 600 „an den Start“. Hierbei handelt es sich um eine „große Isetta“, die vier Personen Platz bietet. Bei dem Exemplar, was derzeit noch in Ulrich Woitkowskis Garage steht, fehlen nur noch einige, wenige Handgriffe bis zur endgültigen Fertigstellung.

Ein Programm für das Treffen gibt es auch schon. Am Freitag, 25. Juni, starten die Teilnehmer des Treffens zu einer Rundfahrt ins Blaue. Sie wird von Veserde aus über Halver, Wipperführt und Breckerfeld zurück nach Veserde erfolgen. Am Samstag dann geht es zur Luisenhütte nach Wocklum bei Balve. Am Abend erfolgt das schon fast traditionelle Angrillen am Telegraphen. Am Sonntag bis gegen Mittag kehren dann die Gäste zurück.

Doch nicht nur Freunde der legendären Isetta sollten sich am Telegraphen sehen lassen. Dort werden ihnen nämlich neben einem Ford Topolino von 1950, einem Borgward und einem alten VW-Cabrio noch weitere ansehnliche Autos gezeigt. Vorbeischauen lohnt sich allemal. Ein Gespräch mit den jeweiligen Fahrzeughaltern sowieso. Und Eintritt wird nicht erhoben. Das Gelände ist für jedermann frei zugänglich.

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