Iris Krutz spricht bei einem Informationsabend vor der Frauengemeinschaft

Umdenken beim Plastikmüll

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„Die aktuelle Problematik dreht sich ausschließlich um Dinge, die nur einmal verwendet werden können. Es geht nicht darum, Kunststoff an sich zu verteufeln“, erklärte Referentin Iris Krutz.

Nachrodt-Wiblingwerde - Aktueller hätte ein Thema gar nicht sein können. Am Mittwochabend drehte sich bei der kfd St. Josef alles um das Thema Nachhaltigkeit. Iris Krutz erklärte den Frauen im katholischen Vereinshaus, worauf es ankommt. „Die aktuelle Problematik dreht sich ausschließlich um Dinge, die nur einmal verwendet werden können".

 "Es geht nicht darum, Kunststoff an sich zu verteufeln“, erklärte die Referentin. Betroffen sind Dinge wie Strohhalme, Einweggeschirr, Obsttüten und Verpackungen von Lebensmitteln. Für viele gibt es bereits Alternativen. Zum Beispiel aus Papier oder Bambus. „Es wird ein harter Weg.

Derzeit produziert jeder EU-Bürger im Schnitt 13 Kilogramm Plastikmüll – das klingt nicht viel. Aber denken Sie daran, wie leicht Plastik ist“, mahnte Krutz. Dem konnten die Frauen nur zustimmen. Schließlich könne man den Beutel für die gelbe Tonne oft mühelos mit einem Finger tragen, während man noch „zehntausend andere Dinge“ im Arm halte.

 Von den 13 Kilogramm werden derzeit lediglich 40 Prozent recycelt. Ziel eines neuen Gesetzes soll es sein, dass bis 2025 25 Prozent der Plastikverpackungen wiederverwendet werden können. Bis 2030 75 Prozent. „In Holland sind die Bemühungen deutlich stärker. Dort sollen bereits 2025 die 60 Prozent erreicht werden. „Jedes Land kann mehr machen. Die EU setzt nur das Mindestmaß. Allerdings ist die Lobby so stark, dass es eine echte Herausforderung wird“, erklärt Krutz die Problematik.

Schnell entstand eine Diskussion darüber, wie sich Müll vermeiden lässt. „Man muss konsequent sein. Wenn die Gurke verpackt ist und es keine unverpackten gibt, kauft man sie halt erst beim nächsten Einkauf, wenn wieder unverpackte da sind“, sagte eine Teilnehmerin.

Eine weitere Besucherin zeigte einen neuen Obst- und Gemüsebeutel, den es jetzt beim Edeka-Markt gibt. Der könne mehrfach verwendet werden. Zudem wünschten sich die Frauen mehr Möglichkeiten, mit eigenen Dosen einkaufen zu können. Auch sei es ein Trend, fertig verpackten Salat zu kaufen. Dem wollen die Frauen künftig entgegenwirken und ganz bewusst Produkte kaufen, die noch nicht fertig verarbeitet sind.

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