Musical-Abend in der Lennehalle – Interview

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Das Ruhrpottpouri-Ensemble der Musikschule Rhein-Ruhr in Oberhausen gestaltet am Samstag, 25. Januar, einen Musicalabend in der Lennehalle. Der Verein „Kultur-Schock“ hatte die Veranstaltung eigentlich scon für September vorgesehen, musste sie dann aber um vier Monate verschieben.

Gegründet wurde das Ruhrpottpouri-Ensemble vor fast 15 Jahren von Birgit Zacher, selbst ausgebildete Sängerin und Lehrerin für Gesang im Popularbereich. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich Jazz, Pop und Musical und hat sich als Sängerin in zahllosen Konzerten, Galaveranstaltungen und Produktionen aller Art weit über die Grenzen Deutschlands hinaus erfolgreich präsentiert. Im Interview mit unserem Redakteur Volker Griese hat sie erzählt, was das Ruhrpottpouri-Ensemble ist und was die Besucher am 25. Januar in Nachrdt erwartet:

Frau Zacher, was ist das Ruhrpottpouri-Ensemble?

Alle wichtigen Infos kompakt:

Die Eintrittskarten für den Musicalabend mit dem Ruhrpottpourie-Ensemble kosten 20,70 Euro, gegebenenfalls zuzüglich Vorverkaufsgebühr und Versand. Erhältlich sind sie in Nachrodt im Edeka-Markt, bei Lotto Schmalenbach und bei der Zurich-Versicherung Lewerenz, in Wiblingwerde in der Pizzeria Padre Pio und in Altena beim Altenaer Kreisblatt. Online kann man die Tickets unter www.kulturschock-nawi.de bestellen. An der Abendkasse (ab 19 Uhr) kostet der Eintritt 24 Euro.

Ruhrpottpourie ist ein Lernensemble und gehört der Musikschule Rhein Ruhr gGmbH in Oberhausen an, bei der ich seit 20 Jahren als Lehrerin für Gesang und Stimmbildung beschäftigt bin.

Sie haben dieses Ensemble gegründet. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

1999 kam ich auf die Idee, eine Gruppenarbeit mit meinen Einzelschülern zu machen. Die Gruppe war damals etwa 15 Sängerinnen und Sänger stark und das Ziel sollte sein, gemeinsam einen „Musicalabend“ zu gestalten. Schwerpunkt Gesang, aber auch Tanz, Schauspiel, Kostüme, Requisiten – und alles was dazu gehört: gemeinsames Lampenfieber, eine Applouse-Ordnung, After-Show-Party, gemeinsame Erleichterung und Freude über die gelungene Darbietung. Die Gruppe wollte später weiter zusammen arbeiten. „Ruhrpottpourie“ war geboren, bekam seinen Namen von den Mitgliedern und wurde größer und größer. Dann kam die Kindergruppe hinzu, mit Kinder ab sechs Jahren. Manchmal waren über 50 Sänger gleichzeitig auf der Bühne.

Kunst muss sich in der heutigen Zeit immer stärker selbst finanzieren, weil die öffentlichen Kassen leer sind. Müssen Sie deshalb auch darauf achten, dass Ihr Projekt wirtschaftlich erfolgreich ist? Oder können Sie sich darauf konzentrieren, junge Künstler weiterzuentwickeln?

Wir finanzieren uns aus unseren Auftritten. Unsere Veranstalter garantieren mit den Gagen und Spenden den Fortbestand dieses inzwischen riesigen und einzigartigen Projektes, leisten Jugend- und Kulturförderung ohne Wenn und Aber. Unsere zahlreichen Helfer und helfende Eltern leisten außerdem ehrenamtliche Schwerstarbeit um „Ruhrpottpourie“ zu unterstützen. Unsere gemeinnützige Mutter, die „Musikschule Rhein Ruhr gGmbH“ achtet darauf, dass wir keinen wirtschaftlichen Blödsinn machen, stellt uns ausreichend große Räumlichkeiten zur Verfügung, macht unsere Buchhaltung. Das ist eine große Erleichterung – und ich kann mich zusammen mit unserer Choreografin Verena Terbrüggen und der Betreuung für unsere „ganz Kleinen“, Leona Rößing und Denise Hahn, um die künsterlische Weiterentwicklung des Ensembles kümmern. Katrin Nürnberg leistet Vorstandsarbeit an der vorderen Front und damit alle „Kinder“ während der manchmal langen Proben erstklassig betreut werden, kocht „unsere Oma“, Gabi Mollenauer gesunde Kost und kümmert sich um die großen und kleinen Probleme der „sensiblen Künstler“. Wir sind eine große Familie.

Verfolgen Sie den weiteren Weg Ihrer Schützlinge? Haben einige Engagements an großen Bühnen gefunden?

Nach fast 15 Jahren kann ich zusammenfassend sagen: Ich blicke mit Stolz auf viele erstklassige Künstler, die bei uns angefangen haben sowohl im Bereich Darsteller Musical, als auch im choreografischen und pädagogischen Bereich. Viele haben eine Ausbildung oder ein Studium gemacht, einen Beruf erlernt, der sie ernährt und singen im semiprofessionellen Bereich Musical, Pop und Jazz oder leiten selbst namhafte Ensembles. Und: Inzwischen singen bereits Kinder ehemaliger Mitglieder bei uns.

Das Ruhrpottpouri-Ensemble besteht ja aus zwei Gruppen. Welche wird am 25. Januar in Nachrodt-Wiblingwerde auftreten?

Da es sich in Nachrodt um eine Abendveranstaltung handelt, auf die wir uns übrigens sehr freuen, werden dort die älteren Mitglieder auftreten. 25 Darsteller im Alter von circa 16 bis 25 Jahren werden etwa drei Stunden lang „Lieblingsstücke“ singen und aufführen.

Was genau erwartet die Besucher in der Lennehalle?

Highlights aus „Elisabeth“, „Ich war noch niemals in New York“, „Tanz der Vampire“, „Burlesque“ und vieles mehr sollen das Nachrodter Publikum musikalisch verwöhnen und entführen in die glitzernde Welt, für die wir hart arbeiten und die wir so sehr lieben.

Die Veranstaltung sollte ja eigentlich schon im September stattfinden, wurde aber dann auf den 25. Januar verschoben. War das ein großes Problem für Sie?

Wir hatten uns natürlich schon auf die Veranstaltung im September gefreut und waren sicher enttäuscht, als es erst einmal hieß, die Show müsse ausfallen. Doch mit dem neuen Termin verlängert sich unsere Vorfreude. Also: kein Problem!

Was erwarten Sie selbst von dem Auftritt im Sauerland?

Einen schönen Abend mit viel Musik, Spaß und netten Leuten.

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