„100 Minuten haariges Körpertheater“

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Fritz Eckenga stellt am Sonntag, 22. April, sein neues Programm in Nachrodt vor.

Nachrodt-Wiblingwerde -„Nehmen Sie das bitte persönlich“ hat für Nachrodt im Moment eine doppelte Bedeutung. Zum einen heißt das neue Programm des Kabarettisten Fritz Eckenga so, der sich am kommenden Sonntag (22. April) in der Rastatt die Ehre gibt, zum anderen könnte der Kulturschock es persönlich nehmen, dass erst 90 Karten verkauft sind. Der Veranstalter hofft natürlich, dass die vorerst letzte Veranstaltung in der Rastatt ausverkauft sein wird. Mit anderen Worten: Es gibt noch Karten für Fritz Eckenga, der im Interview Charme und Witz unter Beweis stellt. Beginn ist am Sonntag um 18 Uhr, Einlass ist um 17 Uhr. Tickets kosten im Vorverkauf 18 Euro, an der Abendkasse 22 Euro.

Herr Eckenga, Sie kommen am Sonntag nach Nachrodt. Auf was dürfen sich die Gäste denn freuen?

Fritz Eckenga: Auf mich. Und weil das der einen oder dem anderen vielleicht nicht reicht, bringe ich mein nigelnagelneues Programm mit. 100 Minuten haariges Körpertheater, zum Teil sogar im Affenkostüm, aber immer mit Betonung. Das ist natürlich sehr anstrengend, deswegen machen wir für alle zwischendrin auch ‘ne Regenerationspause.

 2: 0 hat Schalke gegen Dortmund gewonnen. Verkraften Sie das auf der Bühne oder im stillen Kämmerlein?

 Eckenga: Das ist eine sehr gute Frage. Danke dafür. Um das mal ganz klar zu sagen: Selbstverständlich bin ich da deprimiert, wo der Trainer mich hinstellt. Ist die nächste Frage auch so interessant?

Das neue Programm „Nehmen Sie das bitte persönlich“ hat die ersten Auftritte überstanden. Und es ist bestimmt immer aufregend, wie das Publikum reagiert. Muss man was ändern, stimmen die Pointen? Was sagen Sie zum bisherigen Testlauf? 

Eckenga: Aus der sogenannten „Testphase“ bin ich mittlerweile raus. Aber ändern tut sich selbstverständlich immer was. So ein Programm ist ja eine dynamische Angelegenheit. Abhängig von vielen Faktoren. Unter anderem von meiner Tagesform, aber auch von der des Publikums. 

Was unterscheidet das Programm von seinen Vorgängern - und wie lange haben Sie gebrütet, bis alles passte?

 Eckenga: Dieses Programm hat mit dem handelsüblichen klassischen Kabarett eigentlich noch weniger gemein als die Vorgänger. Es ist spielerischer, man könnte auch sagen „theatralischer“. Und - wie gesagt - ich trage ein naturidentisches Menschenaffenkostüm. Allerdings mit Fassung. Von der ersten Textfassung bis zur ersten Aufführung vergingen ca. fünf Monate.

Wie lange kann man ein Programm spielen, so, dass es Ihnen selbst noch Spaß macht?

Eckenga: Sobald es mir selbst langweilig wird, ändere ich es. Das mach’ ich immer so. Ich muss immer Lust auf den Auftritt haben, sonst kann ich überhaupt keinen Spaß vermitteln. Bis jetzt muss ich aber über Änderungen überhaupt nicht nachdenken. Ist nach wie vor absolut spannend, aufregend und komisch.

 Sie sind in Nachrodt-Wiblingwerde fast ein alter Bekannter. Die Räumlichkeit sind nicht gerade riesig. Macht es einen Unterschied für den Künstler, ob er vor 50, 100 oder 10000 Leuten aufritt? Man sieht ja im Scheinwerferlicht ohnehin niemanden, oder?

Eckenga: Klar macht es einen Unterschied. Je kleiner der Saal, desto größer die Nähe zum Publikum. Der Veranstalter hatte ja erst vorgeschlagen, ein großes Sommer-Open-Air vor 25000 Wiblingwerderanern zu machen. Das wäre mir aber zu anonym gewesen.

Kabarettisten, so könnte man glauben, gibt es aktuell wie Sand am Meer. Kann die Welt nicht genug davon haben, oder wie schafft man es, immer zu den Besten zu gehören oder gehören zu wollen?

Eckenga: Über so was mache ich mir wirklich keine Gedanken. Es gibt einige Kolleginnen und Kollegen, die ich menschlich und künstlerisch sehr schätze. Mit manchen bin ich eng befreundet. Ich habe mit denen überhaupt kein Konkurrenzverhältnis. Ich mache haargenau das, was ich machen möchte und find’s klasse, dass sich genug Menschen dafür interessieren. So einfach ist das.

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