Interkommunale Zusammenarbeit hakt

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Es ist nur eine kleine Episode aus dem Ausschuss - aber sie scheint symptomatisch. Mit der interkommunalen Zusammenarbeit klappt es nicht so richtig. Der Wille ist zwar da, doch manches scheitert an der Realität.

Bei der Etatberatung war die CDU-Fraktion auf einen Posten über 100 000 Euro gestoßen. Da hakte Fraktionschef Peter Herbel natürlich nach, fragte, was das denn zu bedeuten habe.

Dirk Röding, stellvertretender Fachbereichsleiter und direkter Ansprechpartner für diese Dinge, konnte dem Plenum und seinem Sitznachbarn gleich erläutern, dass man von dieser Summe gern einen weiteren Kleintraktor kaufen würde - und eine Schneefräse. Der Traktor solle auch als Ersatz dienen, falls der eine einmal ausfalle. Die schmalen Traktoren dienen zum Freiräumen der Gehwege. Denn der einzige Traktor des Baubetriebshofes der Doppelgemeinde war durch einen Unfall nicht mehr einsatzfähig, Ersatz war auf dem freien Markt so schnell nicht zu bekommen.

Erst später habe man einen Ersatztraktor beschaffen können - allerdings ohne Fahrerkabine. Und das sei bei kalter Witterung wohl kaum zumutbar. Und Röding verwies natürlich auch auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde.

Natürlich mahnte hier der Ausschussvorsitzende und CDU-Fraktionschef Peter Herbel gleich Zurückhaltung an und verwies auf die Nachbarkommune Altena - vor dem Hintergrund der angestrebten interkommunalen Zusammenarbeit. Doch Dirk Röding konnte gleich kontern, dass er selbstverständlich wegen der interkommunalen Zusammenarbeit beim Baubetriebshof in Altena angerufen habe. Doch die hätten kein Fahrzeug entbehren können. „Die waren eben mehr als ausgelastet“.

Offenbar arbeiten auch die Altenaer gerade bei extremen Situationen maschinell und personell am Limit. ▪ vdB

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