Großer Zulauf zur Sekundarschule

Die Schüler durften sich in der Sekundarschule gründlich umschauen. In den Räumen für die naturwissenschaftlichen Fächer wurden Mitmach-Experimente angeboten. Foto: Wieschmann

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Aula der Sekundarschule am Holensiepen war am Samstag pickepackevoll. Der Grund: Das Kollegium um Schulleiterin Anna Rohde hatte zu einem Informationstag eingeladen, um die Einrichtung den Eltern und Kindern vorzustellen.

Der Schnuppertag war bei den Eltern so beliebt, dass die wenigen Parkplätze rund um das Schulgebäude schnell vergriffen waren. Die angespannte Parkplatzsituation führte auch dazu, dass der Hof der Freiwilligen Feuerwehr als Stellplatz genutzt wurde. Die Brandschützer ließen die betreffenden Kennzeichen nach der Begrüßung ausrufen und forderten die Halter dazu auf, ihr Fahrzeug umzuparken.

Zunächst hatten die Schüler das Wort und begrüßten die Gäste in allen Sprachen, die momentan an der Schule gesprochen oder unterrichtet werden. Ab Klasse sechs wird Französisch als zweite Fremdsprache angeboten, ab Klasse acht Spanisch. Auch Chinesisch hat die Schule im Programm. Auf die vielsprachige Begrüßung folgte eine musikalische Einlage, die von den Schülern der Musik-AG unter der Leitung von Daniel Stork vorgetragen wurde. Neben der Begleitung am Klavier kamen Xylophone und selbstgebaute Cajones zum Einsatz. Auch die Theater-AG trug ihren Teil zur Bühnenshow bei. Hierfür hatte Ann-Kathrin Tuleja ein kleines Stück geschrieben und in den vergangenen zwei Wochen mit AG-Leiterin Stefanie Hofmann und ihren Mitschülern einstudiert. In ihrem Sketch stellte sie zwei Schulmodelle gegenüber: Die Horror- und die Traumschule. Das Grauen zeigte sich darin, dass die Schüler zerknülltes Papier als Wurfgeschoss missbrauchten. In der positiven Variante waren hingegen alle nett zueinander. Am Ende des Stücks reihten sich die Nachwuchsdarsteller am Rand der Bühne auf und hielten Buchstaben in die Höhe, die das Wort „Traumschule“ bildeten. „Ihr müsst nicht länger suchen. Ihr habt die Traumschule längst gefunden“, riefen sie ins Publikum. Die Vorlage griff Schulleiterin Anna Rohde gerne auf und stellte allen Besuchern das Kollegium vor. Im Anschluss bestand die Möglichkeit für einen 30-minütigen Schnupperunterricht in Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch. Im Französisch-Unterricht nutzten die beiden Lehrkräfte die Zeit, um den Kindern auf spielerische Weise die Begrüßung auf Französisch beizubringen. Hierzu warfen sich die Kinder gegenseitig einen Ball zu und stellten sich den Mitschülern vor. In der Zwischenzeit erklärte Schulleiterin Rohde den Eltern im Foyer die Vorteile des pädagogischen Konzepts der Sekundarschule. „Als eine Schule für alle setzen wir auf individuelle Förderung in kleinen Gruppen“. Die Schule biete ihren Schülern eine Zeit des längeren gemeinsamen Lernens. „Die Kinder bleiben länger zusammen und müssen sich nicht so früh auf einen Bildungsgang festlegen“, so Anne Rohde. Für das gemeinsame Arbeiten stehen mit der Lernwerkstatt besondere Räumlichkeiten zur Verfügung. Dreimal in der Woche haben die Kinder verbindlichen Nachmittagsunterricht. Zudem stehen Arbeitsgemeinschaften zur Wahl, wie die Schulgarten- und Tennis-AG.

Allerdings hat die Sekundarschule keine eigene Oberstufe – wer Abitur machen will, wechselt nach der zehnten Klasse zum Burggymnasium oder zum Berufskolleg des Kreises. Beide sind Kooperationspartner der Schule.

Nachdem die Eltern sich über das Konzept informiert und die Kinder einen Probe-Unterricht absolviert hatten, stand das Schulgebäude zur freien Erkundung offen. In den Räumen für die naturwissenschaftlichen Fächer standen Mitmach-Experimente auf dem Programm. In der schuleigenen Küche versuchten sich die Schüler als Waffelbäcker und sorgten dafür, dass die Cafeteria immer ausreichend versorgt war. Alle Kinder, die sich nach diesem Informationstag für die Sekundarschule entscheiden werden, beginnen nach den Sommerferien mit den regulären Unterricht.  

Von Jari Wieschmann

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