Interesse an Grundstücken stabil

NACHRODT-WIBLINGWERDE  - Gegen den Trend: Während kreisweit die Zahl der Grundstückskäufe in 2009 um fünf Prozent gesunken ist, blieb der Handel in der Doppelgemeinde stabil.

 64 Grundstücke wechselten den Besitzer, wie auch schon im Jahr 2008. 2007 waren es 52, 2006 gab es 54 Käufe. Zum Vergleich: Nur in Balve, Werdohl und Meinerzhagen gab es Steigerungen. Das geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht 2010 hervor.

Im Durchschnitt kommen also auf 1000 Einwohner der Gemeinde 9,5 Grundstückskäufe. Kreisweit (jeweils ohne Lüdenscheid und Iserlohn) liegt dieser Wert bei 8,8.

Unter den bebauten Grundstücken nehmen im Kreisgebiet mit 67 Prozent die Ein- und Zweifamilienhäuser den größten Anteil ein. In 513 Fällen wechselten die Eigentümer, das sind sechs Prozent weniger als im Jahr 2008. Die meisten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern wurden zu Preisen zwischen 150 000 und 175 000 Euro verkauft, wobei die Preise durchschnittlich um bis zu fünf Prozent gefallen sind. Auch bei den Eigentumswohnungen zeigen sich Umsatzeinbrüche, allein der Geldumsatz sank um 20 Prozent. Der Rückgang betraf sowohl neue wie auch gebrauchte Wohnungen. Die Preise für Weiterverkäufe von Eigentumswohnungen sanken dem jahrelangen Trend folgend weiter um etwa fünf Prozent.

Bei den Verkäufen von Wohnbauland zeigt sich im gesamten Berichtsgebiet nach der leichten Erholung in 2008 ein neuer Tiefstand.

Die Baulandpreise in der Doppelgemeinde bewegen sich nach der Erhebung zwischen 115 Euro pro Quadratmeter in guten Lagen, 90 Euro für mittlere Lagen und 80 Euro in den so genannten „mäßigen Lagen“. In den Dorfgebieten werden dagegen zwischen 70 und 80 Euro pro Quadratmeter erzielt.

Der Grundstücksmarktbericht erscheint jährlich und enthält die Umsatz- und Preisentwicklungen auf dem Grundstücksmarkt. Geschäftsbereich des Gutachterausschusses ist der Märkische Kreis ohne Lüdenscheid und Iserlohn. Grundlage für die Arbeit des Gutachterausschusses ist die Kaufpreissammlung, in der alle Grundstückskaufverträge des Geschäftsjahres ausgewertet werden. Möglich wird dies durch die gesetzliche Verpflichtung der Notare, alle Kaufverträge an den Ausschuss weiterzuleiten. - tk

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