Weniger Einwohner, aber mehr Fahrzeuge

Die Zahl der Neugeborenen ist in Nachrodt-Wiblingwerde nach mehrjähriger Geburtenflaute wieder gestiegen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Das Statistische Landesamt hat jetzt die Kommunalprofile aller 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aktualisiert und erweitert. Ein Kommunalprofil enthält aktuelle Statistik-Informationen zu Themen wie Gebiet, Bevölkerung, Bildung, Soziales oder Beschäftigung. Neu hinzugekommen sind jetzt Daten zu Straßenverkehrsunfällen und zum Kraftfahrzeugbestand.

Aus dem Kommunalprofil für Nachrodt-Wiblingwerde geht hervor, dass die Siedlungs- und Verkehrsfläche der Gemeinde seit dem Jahr 2002 um 45 Hektar (14,2 Prozent) größer geworden ist. Die Entwicklung, die in erster Linie durch die Ausweisung neuer Baugebiete entstanden ist, ist vor allem zu Lasten der Waldfläche gegangen, die um 28 Hektar (-1,7 Prozent) geschrumpft ist. Die Landwirtschaftsfläche ist um 13 Hektar (1,4 Prozent) kleiner geworden. Die Bevölkerungsdichte von Nachrodt-Wiblingwerde betrug am 31. Dezember 2013, dem Stichtag der Erhebung, 224 Einwohner pro Quadratkilometer. Verglichen mit den anderen Kommunen im Märkischen Kreis (392 Einwohner/km²) oder im Land NRW (515 Einwohner/km²) ist die Doppelgemeinde damit relativ dünn besiedelt. In Gemeinden vergleichbaren Typs in NRW leben mit knapp 120 Einwohner pro Quadratkilometer aber deutlich weniger Menschen.

Die Bevölkerungszahl der Gemeinde schrumpft übrigens seit Jahren kontinuierlich, seit dem Jahr 2007 (6960 Einwohner) beispielsweise um 452 Einwohner (6,5 Prozent) bis zum Jahr 2013. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der Neugeborenen neuerdings wieder steigt: 62 waren es im vergangenen Jahr und damit 16 mehr als zum Beispiel im geburtenschwachen Jahr 2009. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Verstorbenen: von 74 im Jahr 2007 auf 108 im Jahr 2013. In Gemeinden gleichen Typs wurden zwischen 2009 und 2013 ähnliche viele Kinder geboren, allerdings starben pro 1000 Einwohner etwa vier Menschen weniger.

Außerdem übersteigt seit sechs Jahren – mit Ausnahme des ausgeglichenen Jahres 2012 – die Zahl der aus Nachrodt-Wiblingwerde Weggezogenen die der Zugezogenen. Unterm Strich hat die Doppelgemeinde durch diese Ereignisse in den vergangenen sieben Jahren durchschnittlich 65 Einwohner verloren.

Das Kommunalprofil wirft auch einen Blick auf die Einkommenssituation der Menschen. Dabei haben die Statistiker des Landes herausgefunden, dass das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Nachrodt-Wiblingwerde im Jahr 2012 bei 27 886 Euro lag. In Gemeinden gleichen Typs betrug es mit 21 082 Euro rund 6800 Euro weniger.

Der Kraftfahrzeugbestand in der Gemeinde ist seit 1998 um rund 11,4 Prozent gestiegen. Pro 1000 Einwohner waren im Jahr 1998 in Nachrodt-Wiblingwerde 637 Fahrzeuge angemeldet, 15 Jahre später waren es bereits 710. In der gleichen Größenordnung ist die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle gestiegen, wobei der Anstieg der Unfälle mit Personenschäden nicht ganz so stark ausfiel (+ 6,9 Prozent). Es fällt auf, dass die Zahl der innerörtlichen Unfälle ist seit 1998 um 69,2 Prozent gestiegen ist, während die Unfälle auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen außerorts um 43,8 Prozent gesunken ist. - Volker Griese

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