Ingo Appelt sorgt für volles Haus in der Lennehalle

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Der Comedian zeigte sich auch am Klavier. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ „Wir erwarten uns einen schönen Abend und jede Menge Spaß“, sagten Britta und Andrea Altkrüger aus Werdohl. Ihr Fazit nach Schluss der Veranstaltung: „Es war super. Besser, als wir es erwartet haben“. Zwischen diesen beiden Sätzen lag die Show von Ingo Appelt.

Der Star-Comedian gastierte am Sonntagabend mit seinem Programm „Frauen sind Göttinnen“ in der Lennehalle in Nachrodt. Schon im Vorfeld äußerten sich viele Gäste erstaunt, dass es dem Verein „Kulturschock“ aus Nachrodt gelungen sei, einen solch hochkarätigen Comedian zu verpflichten. Gleichwohl freuten sich Michael Bölling aus Werdohl und Derya und Gülten Sagiroglu aus Halver auf einen tollen Abend.

Und Ingo Appelt enttäuschte weder sie noch das übrige rund 500-köpfige Publikum. Er begeisterte das Auditorium, das ihn bereits mit „Standing Ovations“ empfing. Und er ließ auch an diesem Abend kein heikles Thema aus. Und das Publikum dankte es ihm lautstark mit einem Applaus, der in der Lennehalle nur in seltenen Fällen zu hören ist. Die Show Appelts war in der Tat fantastisch. Er zeigte sich offenbar von seiner allerbesten Seite. Auch der ein oder andere Hieb „unter die Gürtellinie“ wurde so vorgetragen, dass er nicht verletzend wirkte.

Seine Themen waren vielfältig. So zum Beispiel die Euro-Krise in Griechenland „Auf der Liste der reichsten Länder der Welt steht Deutschland auf Platz 48, Griechenland auf Platz acht. Da kann doch was nicht stimmen“ und weiter: „Während die Deutschen zittern, tanzen die Griechen Sirtaki“. Auch das Sexualverhalten der Paviane lag Appelt am Herzen („Ein roter Hintern heißt immer, dass da noch was geht“.) Ob Westernhagen, Lindenberg, Schäuble oder Westerwelle, keiner war vor Appelt sicher.

Und seine Pointen trafen. So war es kein Wunder, dass die Show immer wieder von Beifall unterbrochen wurde. So war es auch nur folgerichtig, dass sich nach Schluss der Veranstaltung alle durch das AK Befragten begeistert äußerten. So auch Sonja Immich aus Altena. „Es war ganz toll. Und ich fand es gut, dass Ingo Appelt tatsächlich nach Nachrodt gekommen ist“.

Veranstalter des Abends war der Verein Kulturschock. Seine Mitglieder dürfen sich auf die Fahnen schreiben, vielen Gästen einen unvergesslichen Abend bereitet zu haben. Dafür war aber auch jede Menge Arbeit erforderlich. Fast alle Mitglieder des Vereines haben drei Tage lang daran gearbeitet, die Halle zu schmücken und zu bestuhlen. Der Vorsitzende des Vereines, Ronny Sachse, erklärte: „Das war ein Mordsaufwand. Aber es hat sich gelohnt“. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Auch für das des Ingo Appelt. Er hatte, wie aus Kreisen des Vereins zu erfahren war, allerdings nur sehr bescheidene Wünsche. Ein bisschen frisches Obst und ein paar Obstsäfte. Das war es dann schon. Ach, ja. Doch noch etwas ganz besonderes. Ein Bügeleisen und ein Bügelbrett standen auf seiner Wunschliste.

Man höre und staune: Appelt bügelt Hemd und Anzug selbst. Obwohl er sich im Laufe der Show kurzfristig von diesen Accessoires trennte. Zur Freude der Zuschauerinnen übrigens, die Ingo Appelt, nur noch mit Unterhose bekleidet, lautstark Beifall spendeten. Ganze zweieinhalb Stunden stand der Comedian auf der Bühne. Ganze zweieinhalb Stunden lang hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Bei der sich anschließenden Autogrammstunde wirkte er dementsprechend doch recht „ausgepumpt“. Das war wohl auch kein Wunder, hatte er doch künstlerische Schwerstarbeit geleistet. Fazit: Appelt gut, alles gut. ▪ Von Hartwig Bröer

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