Bedarf an Informationen über neue Schulform groß

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Auch der Schulchor stellte sich vor. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Informationen über die Sekundarschule bekamen am Samstag viele Eltern, die die Gelegenheit nutzten, die Schule und ihre pädagogische Konzeption kennen zu lernen, aus erster Hand. Seit Beginn dieses Schuljahres betreiben Altena und Nachrodt-Wiblingwerde diese relativ neue Schulform gemeinsam, im nächsten Sommer soll der zweite Jahrgang aufgenommen werden.

Der Neustart der Jahrgangsstufe 5 in den Räumlichkeiten der auslaufenden Albert-Schweitzer-Hauptschule wurde von allen Beteiligten sehr gelobt. „Das war ein umwerfend guter Start“, sagte Schulsozialarbeiterin Gisela Kreinberg. „Die Kinder lieben ihre Lehrer und ihre Arbeitsgemeinschaften.“ Neun davon sind bereits im Schulalltag verankert. Ein Elternvertreter lobte das „frische, innovative Konzept“ der Sekundarschule.

Und auch die Schüler warben um die Kinder für den zweiten Jahrgang der Schule, die zukünftige Klasse 5. Die Theater-AG gewährte einen Einblick in den Schulalltag mit Szenen, die zum Schmunzeln einluden: „Wir haben uns überlegt, was die Lehrer alles mit uns mitmachen müssen“, zeigten sich die Schüler sehr verständnisvoll. Und auch die Kinder des Schulchores hatten in der Zeit seit dem Start im August so gut zueinandergefunden, dass sie schon einen engagierten und unterhaltsamen Auftritt hinlegen konnten.

Während die Kinder dann bei einem Probeunterricht Lehrer und Räumlichkeiten der Schule kennen lernten, erläuterte Schulleiterin Anne Rohde die pädagogische Konzeption der Sekundarschule, die ein breites Spektrum an möglichen Abschlüssen bereithalte. Unter dem Stichwort „längeres gemeinsames Lernen“ berichtete Anne Rohde von den beiden Polen der schulischen Arbeit, der Leistungsorientierung und der individuellen Förderung vor allem in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Schulleiterin warb auch mit einem Konzept, das jeweils zwei Lehrer für die Hauptfächer vorsieht – eine gute Voraussetzung für eine differenzierte Vermittlung des Lernstoffs.

Anschließend konnten auch die Eltern die bisherigen Räume der Sekundarschule besichtigen und in Gesprächen mit den Lehrern offene Fragen klären. Dass der Berufswahl der Schüler und dem möglichen Übergang auf weiterführende Schulen ein hoher Stellenwert zukommt, machten Informationsstände des Berufskollegs für Technik und des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs deutlich. Auch ein Vertreter der Schulverwaltung stand den Eltern vor Ort Rede und Antwort.

Welche Bedeutung den Kennenlern-Tagen im Hinblick auf die mögliche Anmeldung von Kindern für eine Schulform zukommt, machte der Dialog zweier Mütter deutlich, die sich offenbar viel Zeit für die Klärung dieser Frage nehmen: „Wir nehmen alle Schulen mit, und dann müssen wir uns hinterher entscheiden“, berichtete die eine vom Unternehmen „Schulwahl“. Eine andere Mutter stimmte zu: „Ja, so machen wir das auch.“ ▪ Thomas Krumm

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