Infoabend zur Breitband-Internetversorgung für Wiblingwerde

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Die Erwartungen der Wiblingwerder beim Informationsabend im Gemeindehaus waren groß, aber es schwang auch ein wenig Unsicherheit mit.

Nachrodt-Wiblingwerde - 170 Haushalte müssen zusammenkommen, dann gibt es eine leistungsstarke Glasfaser-Leitung für Wiblingwerde. Das versprach am Donnerstagabend Frank Schubert von Unitymedia. Der Netzbetreiber hatte die Wiblingwerder zu einer ersten Informationsveranstaltung ins Gemeindehaus eingeladen.

370 Einladungen waren verschickt worden, etwa 80 Bürger waren gekommen.

In Veserde sah das vor ein paar Monaten anders aus. Fast alle waren gekommen. Binnen zwei Wochen war die erforderliche Anzahl an Verträgen zusammen und jetzt beginnen bereits die Arbeiten. Für Wiblingwerde hatten sich bis zum Abend rund 125 Interessenten im Amtshaus gemeldet. Hinzu kommen noch einmal zwischen 20 und 30, die bereits einen Vorvertrag abgeschlossen hatten. „Ich denke, dass das Interesse schon da ist. Und viele Bürger einfach sagen, ,wir gehen nicht zur Infoveranstaltung, wir machen das so oder so’“, erklärte Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Die Erwartungen der Wiblingwerder im Gemeindehaus waren groß, aber es schwang auch ein wenig Unsicherheit mit, schließlich waren bereits mehrere Versuche mit Unitymedia in der Vergangenheit gescheitert. „Was ist, wenn wir nur 130 werden und dann einfach mehr für den Ausbau zahlen?“, kam die Frage aus dem Publikum. Doch das lehnte Schubert klar und deutlich ab. „Bleiben wir unter 170 Verträgen, werden wir das Netz hier nicht ausbauen“, so der Mitarbeiter.

Besonders schlecht sei die Internetverbindung momentan an der Kolpingstraße. Dinge wie Videos streamen und Bilddateien verschicken sei nahezu unmöglich. Der Experte garantierte den Wiblingwerdern am Abend Downloadgeschwindigkeiten mit bis zu 400 Mbit – und das entfernungsunabhängig. „In zwei bis drei Jahren möchten wir sogar in den Gigabit-Bereich“, sagte Schubert. Das Netz von Unitymedia sei komplett autark und habe sich in der Gemeinde bereits bewährt. 2100 Haushalte nutzen es, das seien immerhin knapp 70 Prozent. Jetzt sollen noch mindestens 170 Haushalte in Wiblingwerde hinzukommen – allerdings nur dort, wo es bislang noch keine Versorgung gibt. Im Neubaugebiet Niggenhuser Hof, an Teilen der Lüdenscheider Straße und im Stübchenstück gibt es nämlich bereits jetzt schnelles Internet.

525 000 Euro will Unitymedia investieren. Darin enthalten sind der Tiefbau und das Verlegen der Hausanschlüsse. Techniker übernehmen zudem die Installation innerhalb des Hauses. „Unitymedia subventioniert jeden Anschluss mit 1500 Euro“, erklärte Schubert.

Wer das neue Angebot nutzen möchte, muss einmalig 459 Euro Baukostenzuschuss pro Objekt bezahlen. Bei Wohnhäusern mit mehreren Parteien muss dieser Zuschuss also auch nur einmalig entrichtet werden. Der Anbieterwechsel wird den Wiblingwerdern ebenfalls vereinfacht. „Für die Restlaufzeit Ihres bestehenden Vertrags fällt bei uns für bis zu 12 Monate keine Grundgebühr an“, erklärte Schubert. Er betonte zudem, dass das Fernsehen über Unitymedia kein Muss sei.

Wichtig sei auch zu erwähnen, dass die Anschlüsse natürlich nachgerüstet werden können, allerdings sei der Baukostenzuschuss dann vermutlich deutlich höher.

Wer sich genauer über die Verträge und den Ausbau informieren möchte, kann telefonisch einen Termin mit den beiden Kundenberatern Michael Ester (Tel. 0151-3355284) oder Ulrike Henkies (Tel. 0151-54677128) vereinbaren. Gewerbekunden können sich an Thomas Mertens (Tel. 0171-5616188) und Eberhard Warken (0170-3328909) wenden. Am Montag und Dienstag, 17. und 18. Juli, wird zudem von 10 bis 18 Uhr ein Info-Truck auf dem Dorfplatz stehen.

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