Individuelle Versorgung für jeden Einzelnen

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Torsten Sauer (l.) und Ulrich Berger stellten das neue Modell für die Pflegeberatung vor. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Seit 2009 gibt es einen gesetzlichen Anspruch für Pflegeberatung – seit Anfang dieses Jahres setzt der Märkische Kreis sein neues Pflegeberatungsmodell in allen Städten und Gemeinden des Kreises um. Wie das Beratungsmodell in Nachrodt-Wiblingwerde ausgebaut werden kann, war das Thema eines Informationsabends am Mittwoch.

Torsten Sauer, Koordinator für Pflegeberatung im Märkischen Kreis, und Ulrich Berger, der für die Pflegeberatung in der Doppelgemeinde verantwortlich ist, erläuterten die Pläne in der Aula der Nachrodter Grundschule.

Vorrangiges Ziel des zunächst für drei Jahre angelegten Projektes sei es, älteren und/oder pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können, erfuhren die Besucher der Veranstaltung. Die ambulante Angebotsstruktur soll gestärkt, die Senioren- und Pflegeberatung optimiert und ein Kostenanstieg im Bereich Hilfe zur Pflege gedämpft werden. Das könne durch eine Vernetzung der Pflegeberatung mit bereits vorhandenen kommunalen Beratungs-, Unterstützungs- und Pflegeangeboten erreicht werden, sagte Sauer. Falls nötig, würden aber auch neue Strukturen aufgebaut, versicherte er.

Die Pflegeberatung will dank dieses umfangreichen Wissens Betroffene individuell über passende Angebote des Pflegemarktes, Finanzierungsmöglichkeiten und Veränderungen des Wohnumfeldes informieren. Des Weiteren erhalten auch pflegende Angehörige Auskünfte sowie einen Überblick über ehrenamtliche Unterstützung. Neben einer telefonischen Beratung sind aber auch Hausbesuche ein weiterer Service-Schwerpunkt der Pflegeberatung. Hilfen beim Übergang vom Krankenhaus zurück nach Hause können ebenfalls abgefragt werden. „Dahinter steht die Leitfrage: Was benötigt der pflegebedürftige Mensch, um in seiner heimischen Umgebung bleiben zu können?“, verdeutlichte Sauer. Zum einen müsse die Angebotsstruktur ausreichend, zum anderen bezahlbar sein. „Durch qualifizierte Beratung soll ein bedarfsgerechtes und individuell zugeschnittenes Versorgungsmodell für jeden Einzelnen erstellt werden“, wünscht sich Sauer.

Das Info-Telefon der Pflegeberatung ist unter 0 23 52/9 66 77 77 zu erreichen. Weiter Informationen bietet auch der Pflegeatlas. Er ist im Internet unter http://www.maerkischer-kreis.de abrufbar. ▪ sr

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