1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Nachrodt-Wiblingwerde

Impftag für Kinder: Käpt‘n Blaubär nimmt die Angst

Erstellt:

Von: Susanne Fischer-Bolz

Kommentare

Maskottchen: Käpt’n Blaubär begrüßte die Impflinge.
Maskottchen: Käpt’n Blaubär begrüßte die Impflinge. © Privat

Käpt’n Blaubär war das Maskottchen des Tages beim ersten Kinderimpftag im Nachroder Impfzentrum über der Lenneapotheke. Emotional waren nicht die Kinder, dafür aber die Diskussionen in den sozialen Medien.

Nachrodt-Wiblingwerde – Acht Mädchen und Jungen zwischen fünf und elf Jahren wurden von einem Kinderarzt geimpft. „Es gab viel Zeit für Aufklärungsgespräche mit den Eltern und auch Tapferkeitsurkunden für die Kinder“, erzählt Luka Daly, der für die Organisation im Impfzentrum verantwortlich ist. Die Zweitimpfung der Kinder, die in Nachrodt und Altena wohnen, findet in vier Wochen statt. Weitere Kinderimpftage, die dann komplett vom allgemeinen Impfgeschehen ausgegliedert werden, sind geplant. „Interessierte Eltern können sich gern bei uns telefonisch melden“, sagt Luka Daly.

Empfehlung der Stiko

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Impfungen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung haben, eine Impfung mit Comirnaty. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche ab fünf Jahren, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach einer Impfung besteht.

„Wie dumm muss man sein“

Das Thema „Impfungen für Kinder“ wird sehr emotional diskutiert. Wie sehr, machte eine Diskussion auf der Facebook-Seite „Du bist Nachrodter, weil“ nach dem Kinderimpftag in der Lennehalle deutlich. „Wie dumm muss man sein, seinem Kind so etwas anzutun?“, heißt es dort zum Beispiel. Oder: „Hauptsache impfen. Am besten ihr lasst euch das alles auf die Stirn tätowieren. Wir sind geimpft, mit was, wissen wir nicht, aber wir sind geimpft.“

„Nicht alles unkommentiert stehen lassen“

Tatsächlich wollten diese Äußerungen viele andere aber nicht so stehenlassen. „Es geht nicht um das Impfen oder Nichtimpfen. Das muss jeder für sich entscheiden. Was nicht geht: Es werden ständig Ängste und Unsicherheit gestreut. Und das in aller Regeln von Impfgegnern. Ich habe auf zwei solcher Kommentare reagiert, weil ich finde, dass man nicht immer alles unkommentiert stehen lassen kann. Es geht nicht um Meinungen, es geht um das bewusste Verbreiten von Fake News, um Unsicherheit und Angst zu schüren.“

Auch interessant

Kommentare