Immer mehr Ältere in Nachrodt-Wiblingwerde

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Immer mehr ältere Menschen leben in Nachrodt-Wiblingwerde. Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung hat sich in den vergangenen 35 Jahren mehr als verdoppelt. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ 1381 ältere Menschen lebten am Ende des Jahres 2010 in Nachrodt-Wiblingwerde. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Tages der älteren Generation mitteilte, war etwa jeder fünfte Einwohner (20,5 Prozent) mindestens 65 Jahre alt.

Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung der Doppelgemeinde ist in den vergangenen 35 Jahren um fast fünf Prozent gestiegen. 1975 waren nur 1014 Einwohner (15,1 Prozent) von Nachrodt-Wiblingwerde älter als 65 Jahre, im Jahr 2000 waren es bereits 1148 (16,4 Prozent). Dann folgte der rasante Anstieg bis zum Jahr 2010. Die demografische Entwicklung in der Doppelgemeinde ähnelt sehr der im im Märkischen Kreis und gesamten Land. Kreisweit ist der Anteil der Senioren zwischen 1975 und 2010 um 5,9 Prozent gestiegen. In ganz Nordrhein-Westfalen betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum 6,5 Prozent.

Gut drei Viertel (77,7 Prozent) der älteren Menschen in Nachrodt-Wiblingwerde waren Ende 2010 im Alter von 65 bis 79 Jahren – knapp ein Viertel (22,3 Prozent) 80 Jahre oder älter. Der Anteil dieser Hochbetagten an den Senioren hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Ende 1975 beispielsweise lebten in der Doppelgemeinde noch 142 Menschen (2,1 Prozent), die 80 Jahre oder älter waren. 25 Jahre später waren es bereits doppelt so viele (282 / 4,0 Prozent), noch einmal zehn Jahre später sogar schon 308 (4,6 Prozent).

Auf der anderen Seite der Alterspyramide nimmt die Zahl der Nachrodt-Wiblingwerder, die jünger als 18 Jahre sind, stetig ab. Mit 1884 Mädchen und Jungen betrug der Anteil der jungen Menschen an der Gesamtbevölkerung der Gemeinde 1975 noch 27,4 Prozent. Inzwischen stellen sie mit 1231 Personen nur noch knapp ein Fünftel (18,3 Prozent) der Bevölkerung.

Die Folgen dieser Bevölkerungentwicklung sind bereits jetzt spürbar: Die Hauptschule wird nach und nach aufgelöst, weil die Schüler ausbleiben. Auch die Zukunft der Grundschule in Wiblingwerde kann keinesfalls als sicher gelten.

Gleichzeitig wächst der Bedarf an Pflegeplätzen und seniorengerechten Wohnungen. So hat das Perthes-Haus erst im vergangenen Jahr einen größeren Neubau mit 48 Pflegeplätzen und 20 zusätzlichen Seniorenwohnungen an der Geschwister-Scholl-Straße bezogen. Die Einrichtung ist aktuell vollständig belegt. Außerdem stehen pflegebedürftigen Senioren in der Altenhilfeeinrichtung Nachrodter Hof 85 Pflegeplätze zur Verfügung. ▪ vg

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