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Illuminierte Häuser, Livemusik, Feuershow: Großes Fest in Nachrodt geplant

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Lichterglanz in der Werkssiedlung Langenstück – in diesem Jahr sind noch mehr Häuser dabei.
Lichterglanz in der Werkssiedlung Langenstück – in diesem Jahr sind noch mehr Häuser dabei. © Jona Wiechowski

Sie werden in bunten Farben erstrahlen, mal mystisch, mal majestätisch: 20 alt-ehrwürdige Häuser der Siedlung Langenstück werden im Rahmen des Tages des offenen Denkmals illuminiert.

Nachrodt-Wiblingwerde – Und was im vergangenen Jahr die Besucher bereits begeisterte, wird am Wochenende 10./11. September nun mit einem i-Tüpfelchen versehen. Denn es wird das wahrscheinlich größte und beeindruckendste Fest des Jahres in Nachrodt.

„Die Anwohner sind natürlich ein wenig aufgeregt, wenn das eigene Haus bei der Illumination dabei ist. Dann ist es schon etwas Besonderes“, sagt Aykut Aggül, der das zweitägige Spektakel plant. Die Hauptattraktion, das Erstrahlen der Häuser, übernimmt C3-Event aus Neuenkirchen – und zwar an beiden Tagen jeweils ab 18.30 Uhr bis in die Nacht.

Das Fest beginnt am Samstag, 10. September, um 14 Uhr in der Siedlungsmitte. Aufgebaut sind dann viele Essens- und Getränkestände – von Bratwürstchen über türkische Spezialitäten bis zu Kuchen, Eis und Cocktails. Mit dabei sind dafür die Ditib-Gemeinde, die Nachbarschaftshilfe, die Awo-Kita, die katholische Kita, der Waldkindergarten, Michaela Christodoulakis und Di Natale. Der Schmitz-Pferdeerlebnishof bietet an beiden Tagen Ponyreiten, die Kinderfeuerwehr stellt ihre Arbeit vor und schminkt die kleinen Gäste, das Jugendzentrum lädt zum Dosenwerfen. Zudem gibt es eine Hüpfburg und ein Kasperletheater. Und: Die Künstlerinnen Sonja Kreisel und Inge Voss stellen am Samstag ihre Werke vor.

Aykut Aggül organisiert das Spektakel.
Aykut Aggül organisiert das Spektakel. © Fischer-Bolz, Susanne

Stelzenläufer werden am Samstag und Sonntag jeweils ab 16, 18 und 20.30 Uhr aus höherer Perspektive die Werkssiedlung erkunden und für Fotos zur Verfügung stehen. Zwei Höhepunkte am Samstag: Der Künstler „Lemmi“ aus Köln präsentiert ab 20.30 Uhr eine Feuer-LED-Show und die Coverband „Lenniac“ spielt ab 21 Uhr auf einer Bühne zwischen Haus 4 und 6.

Die Stelzenläufer und die Feuershow werden zu 80 Prozent aus dem Leader-Fördertopf „Kleinprojekte Lenneschiene“ finanziert, den Auftritt der Band spendieren die Walzwerke Einsal. „Es ist kein kleines Fest, sondern ein großes Event. Das hat es noch nie in der Siedlung gegeben“, verspricht Aykut Aggül.

Für alle, die mögen, gibt es ein Gewinnspiel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Es geht um eine Leipziger Spezialität. Mehr verraten wir nicht“, erzählt Aykut Aggül.

Am Sonntag, dem eigentlichen Tag des offenen Denkmals, werden zusätzlich ukrainische Kinder aus Nachrodt-Wiblingwerde das Fest musikalisch begleiten. Die Veranstaltung wird über Sponsoren, Unterstützer und den Heimatpreis in Höhe von 1250 Euro finanziert, den Aykut Aggül von der Gemeinde bekommen hatte. Auch aus dem Kulturetat der Gemeinde fließt Geld.

Und sonst? Natürlich muss man in diesen Zeiten die Frage der Energieverschwendung aufgrund der Illumination diskutieren, auch wenn die Planungen schon vor dem Ausbruch des Ukraine-Krieges begonnen hatten. „Man kann es leider nicht mehr stornieren, aber tatsächlich sind es sparsame LED-Strahler, die nur wenig Strom verbrauchen“, sagt Aykut Aggül. „Wenn es utopisch wäre oder energieverschwenderisch, hätte ich den Programmpunkt gestrichen und 10 000 Kerzen aufgestellt.“

So aber sei die Illumination einer kompletten Siedlung „einzigartig in ganz Südwestfalen“. Sonst würden nur einzelne Objekte wie die Burg Altena in Szene gesetzt.

Türmchen, Vorbauten, grandioses Mauerwerk: Die Werkssiedlung Langenstück steht nicht ohne Grund unter Denkmalschutz.
Türmchen, Vorbauten, grandioses Mauerwerk: Die Werkssiedlung Langenstück steht nicht ohne Grund unter Denkmalschutz. © Fischer-Bolz, Susanne

Die Werkssiedlung, die von 1904 bis 1913 für die Phoenix AG gebaut wurde, ist in ihrem Bestand einmalig. „Sie in einem anderen Blickwinkel zu zeigen, hat den Menschen im vergangenen Jahr richtig gut gefallen“, sagt Aggül, der es auch als „Riesenverantwortung“ empfindet, die Veranstaltung gut über die Bühne zu bringen. 1000 Flyer, Plakate und große Banner machen auf das zweitägige Fest auch überregional aufmerksam.

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