Schon viel los

Ideen-Portal zum Klimaschutz schlägt ein: Das wünschen sich die Bürger

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LED-Straßenlampen (Symbolbild).

Nachrodt-Wiblingwerde - Es ist schon viel los auf dem neuen Portal, das unter www.nachrodt-wibligwerde.de zu finden ist. Die Gemeinde hat im Rahmen der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes damit eine Möglichkeit geschaffen, ihre Bürger von zu Hause aus mit in zukünftige Klimaschutz-Aktivitäten einzubinden.

„Ein Radweg für Nachrodt-Wiblingwerde ist Pflicht geworden. Die kurzen Abschnitte sind keinem Radfahrer zumutbar an der B 236.“ Die Schreiberin hat sich das Pseudonym „Bürgerin“ gegeben, um auf der Online-Ideenkarte ihre Gedanken und Wünsche zur umweltfreundlichen Mobilität in der Doppelgemeinde kundzutun.

„Insektenhotels im gesamten Gemeindegebiet aufstellen. Die Hotels holen die Artenvielfalt zurück“, schlägt SPD-Ratsherr Aykut Aggül vor. Dazu ergänzt ein Nutzer namens „JS“: „Viele Insektenarten sind bodenbrütend, sie würden diese Art von Nisthilfen nicht nutzen. Als Beispiel wäre die Anlage von sandigen Offenstellen hier eventuell förderlicher.“

Aykut Aggül hat gleich mehrere Wünsche auf der Ideenkarte verewigt. So bringt er auch das Thema Wärmedämmung an: „Es bringt viel für den Klimaschutz. Je nach Gebäudeart und Anzahl der Bewohner beträgt die Ersparnis bis zu drei Tonnen CO2 pro Jahr. Am Langenstück sind die Wohnungen nicht in einem guten Zustand.“ Allerdings: Die Gebäude am Langenstück gehören nicht der Gemeinde – anders als die Straßenlaternen.

„Generell die Straßenlaternen gegen LED-Laternen austauschen“, schlägt ein Bürger unter dem Kürzel „F.K.“ vor. „Das ist ein sinnvoller Vorschlag“, findet Bauamtsleiter Dirk Röding. 130 Laternen wurden in der Vergangenheit auf LED umgerüstet, 900 Laternen gibt es insgesamt. „Wir haben bisher nur die Energiefresser ausgetauscht“, so Dirk Röding. Aktuell gibt es jährlich im Haushalt 5000 Euro für die Laternen der Gemeinde. „Man müsste darüber nachdenken, ob man diesen Ansatz nicht erhöht.“

Interessant ist auch ein Vorschlag, der unter dem Pseudonym „Schüler“ gemacht wurde: Er schlägt die Bepflanzung der Bushaltestellen vor, weil dies sehr insektenfreundlich sei. Und für das Nachrodter Feld wünscht sich ein „Bürger von Nawi“ auf dem Spielplatzgelände einen Trinkbrunnen. „Letzten Sommer wussten wir leider nicht so schnell, wo wir Wasser für unsere Kinder bekommen.“

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