Osterfeuer wird zum Zeichen der Solidarität

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Das Osterfeuer in Rennerde war wieder einmal gut besucht. Obwohl es sich um eine reine Privatveranstaltung handelte, kamen zahlreiche Einwohner auch der umliegenden Ortschaften, um gemeinsam mit den Rennerdern zu feiern.

Das Osterfeuer hat in Rennerde schon eine lange Tradition. Es wurde zunächst mitten im Dorf abgebrannt. Seit 1992 findet es jedoch auf dem großen Feld gegenüber dem Dorf statt.

In diesem Jahr stellte es sich zunächst als schwierig heraus, genug Holz für das Feuer zu bekommen. Einige Forstwirte aus der Umgebung trugen dann jedoch ihr Scherflein zum Gelingen bei. Bei den Aufbauten halfen viele Einwohner Rennerdes mit. Nicht nur der Holzstapel, sondern auch Zelt und Grillstand mussten aufgebaut werden. Gegen 20 Uhr wurde dann das Osterfeuer entfacht. Ganz erfreut darüber: Ann-Katrin Kemmerling aus Iserlohn. Sie studiert derzeit in England und reiste zum Besuch ihrer Familie an. Ein Abstecher nach Rennerde stand da natürlich auch auf dem Programm.

In Nachrodt loderten am Sonntagnachmittag gleich zwei Osterfeuer. Sie fanden am Gartenhallenbad statt und wurden vom Förderverein veranstaltet. Das kleinere der beiden Feuer diente in erster Linie den Kindern dazu, Stockbrot zu rösten. Entsprechend klein fiel es dann auch aus. Das „große“ Osterfeuer sollte die Erwachsenen ansprechen. Mehrere hundert Gäste fanden den Weg zum Holensiepen.

Das Osterfeuer am Hallenbad fand zum ersten Mal statt. Die Idee dazu hatten Christiane Gütting und Sabine Karisch. „Das war“, so der Vorsitzende des Fördervereines, Hans Wehr, „eigentlich ein Schuss aus der Hüfte.“ Denn als die beiden Frauen anfingen, zu planen, habe noch gar nicht festgestanden, ob das Gartenhallenbad weiterbetrieben werden könne.

Das ist jetzt bekanntlich geklärt – die „Finanzspritze“ vom Osterfeuer kann der Trägerverein ganz sicher gut gebrauchen. Wehr zeigte sich im übrigen begeistert über die Resonanz, die dieses erste Osterfeuer am Gartenhallenbad bei der Bevölkerung hervorrief. Außerdem hätten sich innerhalb der letzten Tage viele Nutzer des Bades gemeldet und Spenden angekündigt. „Nachrodt ist jetzt offenbar sensibilisiert“, vermutet der Vorsitzende. Die Veranstaltung Sonntag jedenfalls war ein sehr großer Erfolg.

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