Mitarbeiter im Amtshaus

Homeoffice: Verwaltung nutzt es kaum

Amtshaus Nachrodt
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Im Amtshaus in Nachrodt sind die meisten Mitarbeiter vor Ort.

So viel Homeoffice wie möglich: Das wünscht sich die Politik im Kampf gegen Corona von den Arbeitgebern. In der kommunalen Verwaltung in Nachrodt sind dennoch die meisten Mitarbeiter anwesend.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Einige sagen, dass sie die Arbeit von Zuhause gar nicht versuchen müssen, weil das Internet so schlecht ist“, erzählt Bürgermeisterin Birgit Tupat, die aufgrund der neuen Verordnung noch einmal alle Mitarbeiter im Amtshaus informiert hat.

„Wer kann, arbeitet zu Hause.“ Das ist das Ziel der neu in Kraft getretenen Verordnung. „Eine Kollegin ist seit März wegen einer Vorerkrankung im Homeoffice, zwei oder drei werden jetzt auch ins Homeoffice wechseln“, so Birgit Tupat. Die Laptops sind hergerichtet. In die Programme kommen die Mitarbeiter von Zuhause.

Problem: Nicht alle Akten digital

Doch natürlich ist die Sicherheit der Daten ein großes Thema. „Wir haben vom Rechenzentrum Sticks bekommen, die hier liefen, aber zu Hause nicht. Da hat Gabriele Balzukat schon ein paar graue Haare bekommen“, erzählt die Bürgermeisterin von nicht immer hervorragenden technischen Möglichkeiten. Ein Problem sind auch die Akten, die noch nicht digital vorliegen.

So hat man längst nicht alles, was man benötigt, auf dem Bildschirm zu Hause. „Da muss man ein Päckchen mit nach Hause nehmen, hoffen, nichts vergessen zu haben und irgendwann wieder tauschen.“ Manches sei also mühsam.

Großes Büro, kaum persönliche Kontakte

Die Arbeitsbedingungen im Amtshaus sind augenscheinlich unproblematisch. Medizinische Masken sind verteilt. „Wir haben überall Trennscheiben, auch muss nicht weiter entzerrt werden. Wir kommen auch nicht zusammen, sondern machen Video- und Telefonkonferenzen“, sagt Birgit Tupat.

Auch sie verlagert ihren Arbeitsplatz nicht nach Hause. „Ich habe ein großes Büro, keine persönlichen Kontakte. Und ich bin ein Mensch, der eine klare Struktur braucht. Ich bin gerne hier und möchte mich in dieser Zeit nicht auf meine Insel verdrücken.“  Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog. 

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