Hingucker an der Eichendorffstraße / Inspiration aus den USA

Holzhaus steht in wenigen Tagen

Der Aufbau des Holzhauses in Fertigbauweise an der Eichendorffstraße zieht viele Blicke auf sich.
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Der Aufbau des Holzhauses in Fertigbauweise an der Eichendorffstraße zieht viele Blicke auf sich.

Das Haus hängt am Kran. Zumindest viele große Einzelteile. Und es zieht die Blicke auf sich. An der Eichendorffstraße 13a entsteht ein Fertighaus in Holzständerbauweise - eine Inspiration aus den USA.

Nachrodt-Wiblingwerde – Bauherr ist Andre Eichler, der sich über den reibungslosen Ablauf in Windeseile freut. Gebaut wird ein Zweifamilienhaus mit einer Wohnfläche von insgesamt 220 Quadratmetern. „Unten ziehen meine Eltern ein, oben ich“, erzählt der 27-jährige Servicetechniker im Maschinenbau, der sich die Inspiration für sein Eigenheim aus Holz auf Montage in den USA holte. „Das ist modern, das ist energetisch, das hat eine super Wärmedämmung und viele andere Vorteile“, schwärmt der junge Mann, der derzeit gleich gegenüber wohnt.

3000 Kubikmeter Erde bewegt

Im vergangenen Jahr kaufte der gebürtige Altenaer das letzte freie Grundstück an der Eichendorffstraße und begann die Arbeiten mit dem Garten. Aufgrund der Hanglage gab es einiges zu tun. „Wir haben insgesamt mehr als 3000 Kubikmeter Erde bewegt.“ Das Holzhaus ist unterkellert – und zwar gemauert. Seinen Traum verwirklicht Andre Eichler mit der Firma Wiese und Heckmann und dem Letmather Architekten Udo Gantenbrink. Das Highlight wird eine Panorama-Terrasse.

Holz lebt

Dass Holz lebt. Dass es täglich knirschen und knacken wird, glaubt Andre Eichler indes nicht. „Da sind so viele Schrauben drin, das wird nicht passieren“, erzählt er schmunzelnd. Obwohl der Aufbau des Hauses nach vier Tagen fast abgeschlossen ist, wird sein Einzug noch etwas dauern müssen. Der Innenausbau erfolgt in Trockenbauweise.

Man hat wenig mit Chemie zu tun

Immer noch recht selten ist das Bauen mit Holz. Allerdings gibt es allein in der Siedlung am Holensiepen vier Häuser dieser Art. Ein Eigentümer ist Michael Pingel, der dem jungen Bauherrn Andre Eichler nur zustimmen kann, dass die Entscheidung für ein Holzhaus goldrichtig ist. Michael Pingel hat bereits 1997 gebaut – besonders aufgrund der allergenen Belastung, die bei dieser Bauweise nicht so stark vorhanden ist. „Man hat wenig mit Chemie zu tun“, erzählt Michael Pingel, der immer wieder so entscheiden würde. In seinem Haus sind 42 Tonnen Holz verbaut – finnische Lärche. Drei Jahre zog sich der Prozess hin, dass das Holz arbeitete und das Haus 14 Zentimeter gesackt ist. „Im Vorfeld wurde darauf geachtet und es wurden Soll-Sackstellen eingebaut“, sagt Michael Pingel. Sein Haus kam nicht in Fertigbauweise, sondern als eine Art Puzzle zum Holensiepen, „wie ein Legobausatz“. Geheizt wird vorwiegend mit einem Specksteinofen.

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