Hof- und Weidenmarkt soll Gemeinschaft fördern

Wo Stoff-Nilpferde auf Gemütlichkeit treffen

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Die elfjährige Nele Brockhoff verkaufte unter anderem selbst gemachte Ohrringe und Grußkarten.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Das Wichtigste ist, dass hier eine Gemeinschaft entsteht“, betont Marlies Brockmann mit strahlenden Augen. Am Samstag fand auf ihrem Grundstück in Wiblingwerde der Hof- und Weidenmarkt statt. Und das bereits im vierten Jahr in Folge.

Etwas versteckt liegt der kleine Kreativmarkt hinter dem Wohnhaus „An der Weide“. Mehrere Zelte stehen in dem durch den Regen aufgeweichten Boden. Insgesamt 14 Ausstellerinnen sind mit dabei. „So viele waren es noch bisher noch nie“, erzählt Brockmann. 

"Alles ist selbst gemacht"

Bemalte Stühle, Marmeladen, Socken, Postkärtchen, Gemälde und vieles mehr werden hier verkauft und ausgestellt. „Alles ist selbst gemacht“, sagt Organisatorin Brockmann und deutet auf die Stände. 

Marlies Brockmann an ihrem Stand.

Vor vier Jahren sei ihr gemeinsam mit einer Freundin die Idee gekommen, diesen Markt zu veranstalten. „Wir sind hier einfach Leute, die gerne basteln“, erklärt Brockmann. Aufgrund der Größe ihres Grundstücks, habe sich dieses als perfekter Veranstaltungsort angeboten. 

Die Vorbereitungen bedeuten jede Menge Arbeit. „Wir haben bereits Donnerstag angefangen, die Zelte aufzubauen.“ Brockmann: „Im Dorf soll ja auch was los sein.“ 

Elfjährige Ausstellerin

Die Ausstellerinnen kommen unter anderem aus Nachrodt-Wiblingwerde, Hohenlimburg, Lüdenscheid, Altena und Hemer. Die Jüngste von ihnen ist die elfjährige Nele Brockhoff aus Hemer. Dank ihrer Großmutter habe sie von dem Kreativmarkt erfahren. Bereits zum zweiten Mal in Folge sei sie schon dabei. 

An ihrem Stand verkauft sie unter anderem selbst gemachte Ohrringe, Filzeicheln und aufwendig bemalte Grußkarten. Das alles stelle sie in ihrer Freizeit her. „Meist gemeinsam mit meiner Mutter“, ergänzt sie lächelnd. 

Die Besucher sollen sich auf dem Markt wohlfühlen. Tische, Stühle und Bänke laden zum Verweilen ein. Die Atmosphäre ist gemütlich. Zu dieser mehr familiären Stimmung passt auch das Standgeld-Prinzip. Denn dies gebe es „zumindest im üblichen Sinne nicht“, erklärt Marlies Brockmann. „Die Ausstellerinnen bringen stattdessen alle einen Kuchen mit“, erläutert sie. Dazu gibt es außerdem noch Bratwürstchen und Getränke. 

Kreative Ideen

Was mit dem aus dem Verkauf von Speisen und Getränken eingenommenen Geld geschehe, wolle man nach der „Manöverkritik“ entscheiden, betont Marlies Brockmann. 

Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann allerdings doch: „Wegen des schlechten Wetters sind bislang leider noch nicht so viele Leute hier wie sonst“, berichtet Brockmann. Dass aber trübte die Stimmung nicht – ganz im Gegenteil: So mancher kam auf kreative Ideen. So zog sich eine Frau Plastiktüten über die Schuhe, um besser durch den Matsch stiefeln zu können.

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