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Hilfe für Bürger: Mit Batterien den Strom speichern

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Strom vom eigenen Dach lohnt sich, wenn er vor Ort verbraucht wird.
Strom vom eigenen Dach lohnt sich, wenn er vor Ort verbraucht wird. © Lichtwolke

Immer mehr Hausbesitzer wollen auch aufgrund der Energie-Krise ihren eigenen Solarstrom produzieren. Oder auf Wärmepumpen umsteigen. Klimaschutzmanager Michael Sniegowski bietet deshalb in der Gemeinde zwei Vortrags-Termine an.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Wenn man die Wohnung heizt und abends die Gardinen zuzieht, spart man bis zu fünf Prozent Energie. Und wenn man die Raumtemperatur um ein Grad senkt, sind es rund sechs Prozent“, appelliert Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Menschen in Deutschland, Energie einzusparen. Das sei vielleicht nicht ganz so gemütlich, aber man friere auch nicht. Und sonst? Immer mehr Hausbesitzer wollen auch aufgrund der Energie-Krise ihren eigenen Solarstrom produzieren.

Energieberatung der Verbraucherzentrale mit im Boot

Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde bietet deshalb in Kooperation mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW am Donnerstag, 23. Juni, einen Vortrag zum Thema Solarstrom, Stecker-Solar und Batteriespeicher an.

„Strom vom eigenen Hausdach lohnt sich dann am meisten, wenn er vor Ort verbraucht und nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird. Doch das ist gar nicht so einfach, weil die meiste Energie im Privathaushalt morgens und abends benötigt wird, wenn die Sonne kaum scheint. Mit Batterien aber, die den Strom tagsüber speichern, wird die Energie auch nach Sonnenuntergang nutzbar“, sagt Michael Sniegowski, Klimaschutzmanager der Gemeinde, und hofft auf großes Interesse an der Veranstaltung.

Es gibt auch Lösungen für den Balkon

Nicht nur Hausbesitzer können Solarstrom selbst erzeugen. Es gebe auch für Mieter und Bewohner von Mehrfamilienhäusern Möglichkeiten, diesen Strom zu nutzen. In der Präsenz-Veranstaltung werden die Möglichkeiten aufgezeigt, wie mit einem Steckersolar-Gerät eigener Strom für zuhause gewonnen werden kann: am Balkongeländer, auf der Terrasse oder an der Hauswand.

Als Stecker-Solargerät oder auch Balkonmodul werden kleine Photovoltaik-Systeme bezeichnet, die an eine Steckdose auf dem Balkon oder der Terrasse angeschlossen werden können. Die kleinen Anlagen erzeugen genug Energie, um Dauerverbraucher wie Kühlschrank oder Stand-By-Geräte zu versorgen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im in der Aula der Sekundarschule.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine vorherige Anmeldung unter m.sniegowski@nachrodt-wiblingwerde.de oder 02352/938344 wird gebeten. (Anmeldeschluss ist der 16. Juni.

Verschiedene Heizsysteme

Und es gibt noch einen zweiten Termin, der sich um das Thema „Besser heizen – Wärmepumpen“ dreht. Ebenfalls in Kooperation mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW findet dieses Treffen am Donnerstag, 18. August, in der Sekundarschule statt. „Der Klimawandel schreitet voran und der Austausch fossiler Heizungssysteme gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im Zuge der Veranstaltung sollen zunächst die technischen Grundlagen erarbeitet und ein Überblick über Energieträger/Brennstoffe sowie über die verschiedenen Heizsysteme geschaffen werden“, sagt Michael Sniegowski.

Im Neubau und in Bestandsgebäuden sei die Wärmepumpe derzeit eine der zukunftssichersten Heizungstechnologien. Welche Vorteile die Wärmepumpe gegenüber herkömmlichen Heiztechnologien hat und wie Verbraucher günstige Fördermöglichkeiten nutzen können, erklären Mitarbeiter der Verbraucherzentrale NRW im zweiten Teil der Veranstaltung. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr. Auch hierfür wird um eine Anmeldung (bis zum 11. August) gebeten.

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