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Hier plant Wiblingwerde ein neues Baugebiet

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Wird diese Fläche das neue Baugebiet in Wiblingwerde? Es liegt gegenüber vom Niggenhuser Hof. Die Gemeinde besitzt ein Grundstück und verhandelt mit vier Wiesenbesitzern daneben. Bisher konnte man sich nicht einigen.
Wird diese Fläche das neue Baugebiet in Wiblingwerde? Es liegt gegenüber vom Niggenhuser Hof. Die Gemeinde besitzt ein Grundstück und verhandelt mit vier Wiesenbesitzern daneben. Bisher konnte man sich nicht einigen. © Fischer-Bolz, Susanne

Es mutete ein wenig nach „geheimer Kommandosache“ an, wurde bisher nur im nicht-öffentlichen Teil des Bauausschusses und auch des Rates, zudem bei interfraktionellen Sitzungen beraten. Doch jetzt ist die „Katze aus dem Sack“: In Wiblingwerde soll ein neues Baugebiet entstehen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Was nicht auf der Sitzungsvorlage für den Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am Montag, 22. August, steht, sind die Probleme rundherum. Denn: Das neue Baugebiet gegenüber des Niggenhuser Hofs sollte eigentlich viel größer werden als jetzt zunächst geplant. Doch die Gemeinde konnte sich bis heute nicht mit den vier Besitzern der Grundstücke einigen.

Zunächst die Ist-Situation: Auf dem Gemeindegebiet soll neuer Wohnraum geschaffen werden. Hierfür soll ein neues Baugebiet – gegenüber des Baugebiets Niggenhuser Hof auf der anderen Straßenseite sozusagen – ausgewiesen werden.

Die Flächen befinden sich in gemeindlichem Eigentum. Daher ist kein Grunderwerb notwendig.

„Seitens der Bezirksregierung wurde eine Vereinbarkeit mit den Erfordernissen der Raumordnung in Aussicht gestellt, wobei die Voraussetzung für eine endgültige Entscheidung, die Vorlage der Pläne mit genauer Beschreibung der Maßnahme (§ 34 Abs. 5 Landesplanungsgesetz NRW) ist“, heißt es in der Vorlage.

Um die Parzelle 1388 für die Wohnbebauung nutzen zu können, ist die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 20 „Niggenhuser Hof“ notwendig. Die andere Parzelle mit der Nummer 236 liegt nicht innerhalb eines Bebauungsplans. Aus diesem Grunde muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden.

Die Verwaltung schlägt vor, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Verfahren zur Bebauungsplanänderung und Neuaufstellung schnellstmöglich durchzuführen, um weiteren Wohnraum zu schaffen.

Wie unsere Zeitung erfuhr, gab es auch Gespräche der Gemeindeverwaltung mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke. Das ist zum Beispiel Wolfgang Dresel. Er hat seine Fläche an Martin Hohage verpachtet.

„Wir sind uns einig, dass wir nur gemeinsam verkaufen“, erzählt Wolfgang Dresel, dass er wie auch Bernd Renfordt, Reinhard Lippmann und Karl-Heinz Heiermann durchaus bereit wären, ihre Grundstücke zu verkaufen, wenn der Preis stimme. Es könnte also theoretisch noch viel mehr neuer Wohnraum entstehen, wenn man sich einigen könnte.

„Ich muss davon kein Brot kaufen“, sagt Wolfgang Dresel und findet, dass die Gemeindeverwaltung ihr Angebot, was weit unter seinen Forderungen lag, noch mal überdenken sollte. „Da muss die Gemeinde aus dem Quark kommen“, findet Wolfgang Dresel.

Verschenken jedenfalls wolle man die Flächen nicht. Was gefordert und was geboten wurde, ist indes nicht bekannt.

„Wir planen erst einmal unsere Grundstücke, aber wir werden natürlich die Eigentümer noch mal kontaktieren. Vielleicht können die Flächen mit einbezogen werden. Was aber die Preisverhandlungen angeht, werden wir nicht von unseren Angeboten abrücken. Wir müssen auch erst einmal die Ratsentscheidung abwarten. Wir wissen nicht, wie die wirtschaftliche Entwicklung weitergeht, die Zinsen gehen hoch, viele sagen, dass sie es sich gar nicht mehr leisten können, zu bauen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

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