Angeln am Obergraben verboten?

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Helge Lobe hat die Schilder aufgestellt: Angeln verboten.

 Nachrodt-Wiblingwerde – Angeln ist eigentlich ein ruhiges Hobby. Niemand wird belästigt, niemals gibt es Krach. Nur jetzt: Denn am Obergraben soll nicht mehr geangelt werden. 

Helge Lobbe hat entsprechende Verbotsschilder aufgestellt. Er hat die Nase voll. „Das ist Privatgelände. Mich stört es, dass die Leute mit dem Auto vorfahren, sich in die Einfahrt stellen, sich dann in den Kofferraum setzen und die Angel ins Wasser halten. Ja können die Angler denn keinen Meter laufen?“ Außerdem, so sagt Helge Lobbe, hinterlassen die Angler auch ihren Müll auf seinem Gelände. „Jeden Tag sammel ich Kippen, Coladosen und Plastiktüten auf. Es macht keiner sauber.“ 

Letztlich geht es in erster Linie weniger um das Angeln selbst, als um die Autos und den Müll. Beides nimmt nach Meinung von Helge Lobbe nicht hinnehmbare Ausmaße an. Dass die Vorwürfe berechtigt sind, kann Thorsten Fritz, Vorsitzender des Angelfischervereins Nachrodt, so nicht bestätigen. Er selbst möchte auf Gespräche mit Helge Lobbe setzen und hat sich auch mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung gesetzt. Denn ein Angelverbot auszusprechen, ist nach Ansicht von Thorsten Fritz nicht legitim. 

Das Vereinsgewässer ist die Lenne einschließlich der Triebwerksgräben. Es beginnt am Ortsausgang Altena und durchfließt entlang der B236 auf einer Länge von 7,5 Kilometer den Gemeindeteil Nachrodt bis zum Ortsaugang, also bis zu den ehemaligen Reynolds Werken. „Das ist eine von uns gepachtete Strecke“, sagt Thorsten Fitz-.

 Ob der Obergraben tatsächlich zum gepachteten Gewässer gehört, wird jetzt mit der Unteren Fischereibehörde besprochen. „Meines Wissens gehört der Obergraben nicht dazu. Aber das müssen wir noch klären“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat. Unterdessen ruft Thorsten Fitz seine Angler dazu auf, die Schilder zu ignorieren, bis das Thema geklärt ist. Letztlich soll es aber im besten Fall eine Lösung für alle Beteiligten geben.

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