Kleine Italiener mit ganz viel Nippes erfreuen Oldtimerfans

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Ulrich Woitkowski mit dem Fiat 770 S seiner Frau Helga. Sie ist vor drei Jahren auf das Modell umgestiegen. Es war ihr erstes Auto.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Obwohl die Isetta in Telegraph Vergangenheit ist, kommen Oldtimerfans bei Familie Woitkowski weiterhin auf ihre Kosten. Vor drei Jahren ist Helga Woitkowski zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und fährt wieder Fiat. Zu ihrem Modell 770S gesellten sich am Wochenende noch viele mehr, denn sie und Ehemann Ulrich sind jetzt Mitglied der Fiat 600-Freunde.

 Und als erfahrene Gastgeber von Oldtimertreffen boten sich beide auch im neuen Club als Gastgeber einer größeren Zusammenkunft an. Woitkowskis haben Platz für Camper auf ihrem Grundstück und haben fußläufig zudem das Schlosshotel in der Nähe. Und wie schon einst die Isetta-Besitzer fühlen sich auch die Fiat-Freunde wohl in Telegraph. „Natürlich werden auch hier Benzingespräche geführt“, berichtet Ulrich Woitkowski und blickt auf den Platz mit den geöffneten Motorhauben und fachsimpelnden Gästen.

 „Es ist unter Fiatfahrern weitaus einfacher, an Ersatzteile zu kommen. Man merkt schon, dass diese Autos erst in den 80er Jahren ausproduziert worden sind und nicht in den 50ern“, so Ulrich Woitkowski. Hinzukommt, dass sich die Hersteller an den internationalen Produktionsstandorten sehr einig waren: Ob einer der kleinen Flitzer nun in Spanien oder Jugoslawien zusammengebaut worden war, spielt kaum eine Rolle, was es Werkstattbetreibern und Hobbyschraubern heute leicht macht. Trotzdem ist es natürlich reizvoll, die Entwicklung eines Fiat 600 geballt beobachten zu können: „Wir haben hier Modelle von den 50er bis zu den 80er Jahren“, so Ulrich Woitkowski. Da steht der 600er, der 770S, der NSU Jagst, der Abarth...

„Geliebt wird dieses Auto wegen seines wassergekühlten Vierzylinders. Der 500er hatte einen luftgekühlten Zweizylinder und hatte entsprechend weniger Leistung“, so Ulrich Woitkowski. Zudem war das Reisen mit dem Italiener besonders für Familien weitaus komfortabler. Im Gegensatz zur Isetta war dieser Kleinwagen mit Rückbank gebaut worden und auch Zubehör wie ein Kindersitz war früh erhältlich. Heute setzen Fans in diese Accessoires gerne große Puppen.

Nippes darf generell nicht fehlen: Stofftiere, Wackeldackel, der gehäkelte Toilettenrollenhut, Spielwürfel am Innenspiegel oder eine kleine Blumenvase am Armaturenbrett fehlt in keinem Auto. Mit 23 Pferdestärken sind Überlandfahrten bis heute angenehm. „Zu Fiat-Treffen reisen viele Halter auch auf eigener Achse an“, erklärt Ulrich Woitkowski, der mit Ehefrau Helga am Wochenende Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet und auch der Schweiz empfing. Natürlich inklusive Sauerland-Tour.

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