Seniorennachmittag: „Das war spitze“

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80 Senioren erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag.

Nachrodt-Wiblingwerde - In Wort und Bild traten die Besucher des Seniorennachmittags der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wiblingwerde eine Zeitreise durch das Gemeindeleben früher und heute an. Unter anderem mit den ehemaligen Pastoren gab es bei den Bildern, die Rainer Nowak (Vorsitzender des Presbyteriums) für den gut besuchten Nachmittag zusammengestellt hatte, ein Wiedersehen.

 Ebenso weckten Fotos von der Grundsteinlegung des Gemeindehauses, des Abrisses des alten Pfarrhauses, von Gruppenreisen der Gemeinde und vielem mehr lebhafte Erinnerungen. Beim Aufräumen des Gemeindebüros seien ihm die alten Bilder in die Hände gefallen, erklärte der Presbyteriumsvorsitzende.

Rund 80 Senioren folgten der Einladung der Gemeinde zum jährlichen Beisammensein im Gemeindehaus. Bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen verbrachten die Wiblingwerder einen heiteren, anregenden Nachmittag. Ein acht- bis zehnköpfiges Helferteam um Erika Renfordt-Atar, Presbyterin mit Zuständigkeitsbereich Diakonie, hatte alles liebevoll für den Nachmittag vorbereitet. Frühlingshaft waren die Tische eingedeckt. Als Vorboten des Frühlings weckten frische Tulpen Vorfreude auf die warme Jahreszeit.

Mit einer Andacht, in der es um die Passionszeit, Tod und Hoffnung ging, eröffnete Pfarrerin Dr. Tabea Esch den Nachmittag. Zu Herzen ging die berührende Geschichte vom jungen Fußballspieler und seines blinden Vaters, der kurz vor einem wichtigen Spiel seines Sohnes verstarb. Mit der Begründung: „Das ist das erste Spiel, das mein Vater sehen kann“, spielte der Sohn für den Verstorbenen das Spiel seines Lebens. Bei Liedern wie „Vergiss nicht zu danken“ begleitete die Pfarrerin die Senioren auf der Geige. Höchst unterhaltsam geriet die kleine Zeitreise, zu der Rainer Nowak die Senioren einlud.

Mit Anekdoten wie einem doppelten Frühstück nach dem Osterblasen des Posaunenchors reicherte der Vorsitzende des Presbyteriums seinen illustren Streifzug durchs Gemeindeleben an. Unter anderem an den Kreisposaunentag in Wiblingwerde, den 100. „Geburtstag“ der kleinen Glocke und einen Familienausflug zum Bibeldorf Rietberg erinnerte er bei seiner Präsentation, die heitere und wehmütige Erinnerungen weckte. Rund ums Alter drehten sich Zitate, Gedanken und Fragen, mit denen Tabea Esch den Nachmittag ausklingen ließ. Zitate von Oscar Wilde bis Arthur Schopenhauer zog sie heran, um das Alter gemeinsam mit den Senioren, die mittels grüner/roter Karte Zustimmung oder Ablehnung signalisieren konnten, zu überdenken.

 „Vom Standpunkte der Jugend aus gesehen, ist das Leben eine unendlich lange Zukunft; vom Standpunkte des Alters aus eine sehr kurze Vergangenheit“, hieß es da mit Worten von Schopenhauer. Kurzweilig geriet der Ratespaß über frühere Fernsehsendungen. Rückblenden riefen dabei Hans Rosenthals „Das war spitze!“ oder die Bemble des Fernsehwirts Heinz Schenk („Zum Blauen Bock“) in Erinnerung. Auf die Frage, wann sie sich jung fühlen, antworteten die Senioren spontan: „Beim Seniorennachmittag.“

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