Brettken: Nachrodter Amateurtheater gastiert in Hohenlimburg

„Heiße Bräute machen Beute“

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Brettken-Probe für das neue Theaterstück. Es wird in Hohenlimburg aufgeführt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Gleich im doppelten Sinne geht das Ensemble des Amateurtheaters „Das Brettken am Drögen Pütt“ mit seinem nächsten Stück ein Risiko ein. Nicht nur, dass es die Kriminalkomödie von Rolf Salomon mit dem Titel „Heiße Bräute machen Beute“ bereits vor sieben Jahren inszeniert hat: auch der Spielort wird mit dem Theatersaal des Werkhofs Kulturzentrum in Hagen-Hohenlimburg ein neuer sein.

 Nachdem die Zeit der Rastatt als künstlerische Heimat nun endgültig abgelaufen ist und auch das Gemeindezentrum in Wiblingwerde zumindest für die aktuelle Produktion nicht mehr genutzt werden soll, steht nun ein Umzug an. „Wir wollen unser Stammpublikum damit einmal über den Berg ziehen“, so Regisseur und Darsteller Dr. Michael Podworny während der Proben. Die Angst sei aber in beiden Fällen schon da gewesen; ob nämlich die Zuschauer am Ende mitziehen und sich zudem ein Stück möglicherweise zum zweiten Mal ansehen werden.

Zweites Mal

Was letzteres betrifft, betont der Regisseur allerdings auch, dass die Rollen ja im zweiten Anlauf anders besetzt seien und sich die Truppe als Ganzes auch weiterentwickelt habe. Auch was die regelmäßigen Übungsabende betrifft, hat es Veränderungen gegeben. Immerhin mussten die Schauspieler ihren angestammten Ort verlassen („Wir können uns nicht auf 40 Jahre Nachrodt ausruhen“) und sind nun an jedem Montag ab 19.30 Uhr in der Freiheitstraße 26 in Altena zu finden. Nachwuchskräfte für alle Bereiche, also von der darstellenden Kunst bis hin zur Technik, sind herzlich willkommen. Warum hat es die Komödie „Heiße Bräute machen Beute“ überhaupt zu einer Neuauflage gebracht?

Neuauflage

Auch dies kann Podworny erklären: Weil die Besetzung zuerst feststand und erst dann nach einem geeigneten Stoff gesucht wurde. Dies liefe im Übrigen immer so. Der Grund: Das Stück sollte immer auch zur Gruppe passen und in einem Guss inszeniert sein. „Wenn die Rolle nicht zu seinem Darsteller passt, kann der Zuschauer nicht in die Handlung eintauchen.“ In ihr geht es um „drei gereifte Damen, die aus verschiedenen Gründen etwas mehr Kleingeld zur Belebung der Konsumwirtschaft benötigen“, so Ankündigungstext. Mit dem Werkzeug des Gatten unternimmt das Trio, dargestellt von Manuela Witt, Frauke Römer und Britta Podworny, einen Ausflug in die nahe gelegene Bank. Den Tresor aufzuschweißen, das Geld einzusacken und wieder zu verschwinden könne ja nicht so schwer sein, denken sich die Nachwuchsdiebinnen und gehen ihren vermeintlichen Coup gleich mal ohne jegliche Planung an. Zum Erstaunen aller Beteiligten hat der Überfall sogar Erfolg. Allerdings gibt dafür das zur Flucht vorgesehen Fahrzeug seinen Geist auf und als wäre das noch nicht genug, vergessen die weiblichen Ganoven auch noch eine ihrer Mitstreiterinnen am Tatort. Was bleibt: ein misstrauischer Ehemann (Thorsten Kühn), eine allzu neugierige Nachbarin (Diana May-Ganswind), ein trotteliger Polizeikommissar (Dr. Michael Podworny) und am End auch noch die Mafia in Person von Michael Krüger, die sich um ihren Gewinn geprellt sieht.

Trottelig

Da das Stück bereits vor sieben Jahren seine Erstaufführung feierte, existieren sogar noch Requisiten von damals. So hat es eine Vase in die neuerliche Inszenierung geschafft. Tickets für die beiden Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite von Proticket oder an den bekannten Vorverkaufsstellen. Premiere ist am Freitag, 31. Januar, um 20 Uhr im Theatersaal des Werkhofs Kulturzentrum in Hagen-Hohenlimburg. Wer es nicht zur ersten Vorstellung schafft, hat am Sonntag, 2. Februar, um 19 Uhr nochmal die Chance, das Ensemble in der Wiederauflage der Krimikomödie zu sehen. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Spielbeginn. Für Getränke und kleine Snacks wird ebenfalls gesorgt sein. Im Ensemble gibt es zwei neue Gesichter, die auf den zweiten Blick aber gar keine Novizen sind. Während Diana May-Ganswind bereits vor zwanzig Jahren eine Wächterin in dem Stück „Die Hochzeit des Achilles“ mimte, ist Christina Wygoda diesmal als Souffleuse mit im Team. Auch sie hatte aber in der Vergangenheit schon Sprechrollen ausgefüllt.

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