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Heimatverein wirbt für Hochzeiten in der Heimatstube

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die im Jahr 2018 aufgestellte Schautafel am Rande des Waldlehrpfads Am Lohagen in Wiblingwerde wurde mit neuen Fotos bestückt
Die im Jahr 2018 aufgestellte Schautafel am Rande des Waldlehrpfads Am Lohagen in Wiblingwerde wurde mit neuen Fotos bestückt © Heimatverein

Heiraten an ungewöhnlichen Orten wird immer beliebter: Man kann sich das Ja-Wort zum Beispiel in einer Eis-Kapelle in Lappland geben. Wer es nicht ganz so spektakulär mag, aber dennoch besonders, kann in der Heimatstube Wiblingwerde heiraten.

Nachrodt-Wiblingwerde – Und genau dafür möchte der Heimat- und Verkehrsverein werben. Vereinsfotograf Rüdiger Hammel hat neue Fotos für die Schautafel am Rande des Waldlehrpfades herausgesucht. Und natürlich sind auch Bilder von der Heimatstube dabei. „Eine Hochzeit ist im September angesetzt, vielleicht könnten es ja noch mehr werden“, sagt Gerd Schröder, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins. Das Ambiente ist urig. Zwar wird die Heimatstube im oberen Bereich in diesem Jahr saniert, aber in der guten Stube im rustikalen, ursprünglichen und nostalgischen Ambiente sind Trauungen möglich. Von den Mitgliedern des Heimatvereins gibt es zudem ein humorvolles Beiprogramm.

Neue Fotos

Nachdem die Fotos in der 2018 aufgestellten Schautafel am Rande des Waldlehrpfads inzwischen unkenntlich verblichen waren, entschied sich der Heimatverein für eine komplette Erneuerung. Die neuen Fotos sollen Wanderer und Spaziergänger neugierig machen und sie mit aktuelle Informationen zur Arbeit des Heimat- und Verkehrsvereins versorgen. „Bei den meisten Bildern ist auch eine Beschreibung dabei“, erzählt Gerd Schröder. Als neuer Vorsitzender des Vereins freut er sich auf Samstag, 11. Februar. Dann werden alle Mitglieder zum Jahrestreffen zusammenkommen, auf das vergangene Jahr zurückschauen, aber in erster Linie neue Aktivitäten planen. So soll es weiterhin regelmäßige Montags-Veranstaltungen geben. Im Kornspeicher ist das Archiv inzwischen eingerichtet. Jetzt gilt der Blick den Ausstellungsräumen.

Geschichte des Kornspeichers

Der Kornspeicher wurde 1597 etwa 800 Meter vom heutigen Standort auf dem Kreinberg erbaut. Wegen des Neubaus einer Scheune mit Stall und Remise musste er 1937 weichen. Der Wiederaufbau erfolgte im Interesse der Kultur- und Heimatpflege 1938. Die Gemeinde nutzte den Kornspeicher von 1945 bis 1963 als Wohnraum für wohnungslose Familien. Die Schule Wiblingwerde richtete ab 1963 dort ihre Werkräume ein. In den Jahren 1968 bis 1969 nutzte der Schulleiter Korte den Kornspeicher als Künstleratelier. Im September 1970 wurde das Dachgeschoss für die DRK-Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. Nach einer umfangreichen Außen- und Innensanierung (2004 bis 2006) wurde der Kornspeicher am im März 2006 dem Heimat- und Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde übergeben. Im Zuge einer erneuten Sanierung seit 2020 wird dort im Rahmen eines Leader-Projekts die Vereinsplattform Nachrodt-Wiblingwerde eingerichtet sowie eine kleine Heimatbibliothek aufgebaut.

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