Heimatverein mit konstruktiver Versammlung

Abstimmung beim Nachrodt-Wiblingwerder Heimatverein.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Der Heimat- und Verkehrsverein tut viel für seine Gemeinde. Das zeigte sich noch einmal am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung.

Knapp 30 Mitglieder hatten sich dazu im Schlosshotel Holzrichter versammelt. Gemeinsam blickten sie auf die Höhen und Tiefen des vergangenen Jahres und planten das kommende. Neben den Erfolgsveranstaltungen gab es auch zwei Veranstaltungen die den Verantwortlichen Bauchschmerzen bereiten.

„Der Adventsmarkt stand natürlich ganz im Zeichen des schlechten Wetters“, berichtete Klaus Potthoff, Vorsitzender des Vereins. Bereits am Mittag hatten einige Aussteller die Heimreise angetreten. Sturm und Regen machten die Geschäfte kaputt. Aber Potthoff schob die Schuld nicht nur auf das Wetter: „Wir müssen ein zukunftsfähigeres Konzept erarbeiten. Seit Jahren kränkelt der Markt.“ So soll es am 23. März einen runden Tisch mit allen Ausstellern in der Heimatstube geben. Gemeinsam wird dann überlegt, was man verändern könnte.

Ebenfalls in nicht all zu guter Erinnerung war der „Tag des offenen Denkmals“. „Das war ein regelrechter Flop. Nur sieben Besucher in sechs Stunden“, resümierte der Vorsitzende. Abgesehen von den beiden Veranstaltungen war die Bilanz allerdings sehr erfreulich. Mit Horst-Dieter Huwig, als kommissarischen Leiter der Dorfplatzkonzerte konnte beispielsweise der Fortbestand der beliebten Konzertreihe gesichert werden. Auch in diesem Jahr wird es wieder vier Mal Musik auf dem Dorfplatz geben.

Das Erntedankfest war wohl eines der erfolgreichsten in der Geschichte des Vereins. „Unser Essen ging weg, wie heiße Semmeln“, freute sich Potthoff. Acht Mal hieß es 2009 in der Heimatstube „Ja, ich will!“. Und auch für das kommende Jahr haben sich bereits drei Paare zur Hochzeit im rustikal-gemütlichen Ambiente der Heimatstube angemeldet.

Sorgen bereitet dem Verein der Zustand der Brenscheider Mühle. Das Rad läuft nicht mehr und durch die Feuchtigkeit bröckelt der Putz von den Wänden. „Wir sollten uns um Regionale-Gelder bemühen, schließlich sind die Mühlen eine Bereicherung für die ganze Region“, appellierte Mitglied Johannes Illerhaus.

Eine starke Leistung erbrachten auch Siegfried Kruse und seine Helfer: Insgesamt verbrauchten sie fünf Kilogramm weiße und ein Kilogramm rote Farbe, um das Wanderwegenetz zu kennzeichnen. Wanderer sollten sich nun problemlos auf den Routen orientieren können. Sturmschäden zwangen zur Umleitung einiger Wege, außerdem wurde die ein oder andere Strecke auf einem attraktiveren Verlauf verändert.

Des Weiteren sollen 2010 einige Renovierungen in und um die Heimatstube erfolgen. Neben den üblichen Festen und Konzerten wird das Treckertreffen einer der Höhepunkte sein.

Dass der Verein viel Zuspruch in der Gemeinde erfährt zeigen auch die Mitgliederzahlen, die leicht auf 108 Mitglieder gestiegen sind. - lm

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