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Heimatverein gerettet: Vorstandsnachfolge ist nun doch gesichert

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Ihnen fiel ein Stein vom Herzen: Kassierer Reinhard Ittershagen, Dr. Christian Schulze, dessen dreijährige Amtszeit bereits im März 2021 abgelaufen war, und Schriftführerin Susanne Schulze-Jaschok (von rechts).
Ihnen fiel ein Stein vom Herzen: Kassierer Reinhard Ittershagen, Dr. Christian Schulze, dessen dreijährige Amtszeit bereits im März 2021 abgelaufen war, und Schriftführerin Susanne Schulze-Jaschok (von rechts). © Fischer-Bolz, Susanne

Der Heimat- und Verkehrsverein konnte in der Jahreshauptversammlung endlich gute Nachrichten verkünden: Gerd Schröder wird künftig mit im Vorstand aktiv sein und rettet somit den Fortbestand des Vereins.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Gibt es denn vielleicht doch das weiße Zauberkaninchen aus dem Hut?“, fragte Dr. Christian Schulze in die Runde. Monatelang hatte der Heimat- und Verkehrsverein auf eben dieses Wunder gehofft. Und tatsächlich: Im Rahmen der Jahreshauptversammlung musste die Auflösung des Traditionsvereins nicht verkündet werden. Gerd Schröder ist bereit, im Vorstand zu arbeiten. Und er konnte gleich weitere neue Mitstreiter begeistern. Auch Sebastian Brinker, Ingo Heissler und Melissa Brauner wollen die Geschicke des Heimat- und Vereinsvereins in der Zukunft gerne lenken. „Ich bin noch einmal in mich gegangen. Ich möchte nicht, dass der Verein liquidiert wird “, meinte Gerd Schröder. Dass er in der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ nicht sofort unter Jubel zum Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Dr. Christian Schulze gewählt wurde, war der Tatsache geschuldet, dass die anderen neuen Unterstützer nicht an der Sitzung teilnehmen konnten.

Anfang Mai wird es deshalb eine weitere Hauptversammlung mit dem alleinigen Tagesordnungspunkt „Vorstandswahlen“ geben. Die Erleichterung, eine Lösung gefunden zu haben, ist groß. Dr. Christian Schulze, dessen dreijährige Amtszeit bereits im März 2021 abgelaufen war, und Schriftführerin Susanne Schulze-Jaschok können nun beruhigt die „Chefetage“ verlassen. Ohnehin ausgeschieden war auf eigenen Wunsch und aus gesundheitlichen Gründen der zweite Vorsitzende Ede Holstein.

Heimatverein gerettet: Gerd Schröder nun im Vorstand

Gerd Schröder übernimmt übrigens das Ruder bei einem solide aufgestellten Verein. Denn außer der Tatsache, dass lange niemand Verantwortung im Vorstand übernehmen wollte, sind alle Teamplayer und Arbeitskreise perfekt aufgestellt. 99 Mitglieder hat der Heimat- und Verkehrsverein. Und auch die Finanzen stimmen. 22.000 Euro sind in der Kasse. „Das wird schrumpfen, wenn die Aktivitäten wieder losgehen“, meinte Reinhard Ittershagen. Aber genau darauf hoffen natürlich alle, da coronabedingt auch im vergangenen Jahr alle beliebten Traditionsveranstaltungen ausfallen mussten – so auch beispielsweise die Maifeier. Ohne fröhliches Tam-Tam wurde nur ein Maibaum aufgestellt. In diesem Jahr soll es eine Maibowle für die Gäste beim Maibaum-Aufstellen geben und auch der MGV Wiblingwerde wird für einen Auftritt angefragt.

Gerd Schröder (links) hat sich bereit erklärt, im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins mitzuarbeiten und sogleich drei weitere Leute begeistern können.
Gerd Schröder (links) hat sich bereit erklärt, im Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins mitzuarbeiten und sogleich drei weitere Leute begeistern können. © Fischer-Bolz, Susanne

Heimatverein zieht Bilanz: Rückblick und Verbesserungspotenzial

Und sonst? Ein richtiges Schmuckstück ist der Kornspeicher geworden, der im vergangenen Jahr über viele Monate saniert worden ist. Dort, im historischen Gemäuer von 1597, wird nun auch bald die sogenannte Koordinationsplattform eingerichtet. Vor vier Jahren hatten sich der Heimat- und Verkehrsverein, der Bürgerbusverein und der Turnverein Wiblingwerde für den Aufbau einer gemeinsamen Vereinszentrale entschieden, die als Leader-Projekt realisiert wird. „Wir müssen das Leaderprojekt bis zum Mai abschließen“, so Dr. Christian Schulze und benötigt noch ein paar helfende Hände. Und natürlich wird dann auch in der Heimatstube aufgeräumt, die aufgrund der Sanierung des Kornspeichers als Abstelllager diente. Das dürfte den Marder wenig gestört haben. Das Tier fühlt sich augenscheinlich pudelwohl irgendwo hinter der Vertäfelung. „Gepullert hat er auch schon“, erzählte Christian Schulze und amüsierte damit die Versammlung.

Keine Frage: Da gibt es Handlungsbedarf. Denn gern möchte der Heimatverein wieder Trauungen in der guten Stube anbieten können und auch Themenabende veranstalten. Für Letztere wurden der altersschwache Beamer und die Leinwand in der Heimatstube ausgetauscht.

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