Iserlohner Ernst Dossmann veröffentlicht Buch mit Gedichten und Zeichnungen

Heimatpfleger widmet Wiblingwerde ein Gedicht

Der Iserlohner Ernst Dossmann hat Gereimtes und Ungereimtes in Buchform zusammengefasst und im Verlag von Sylvia Mönnig (r.) veröffentlicht. - Foto: Hornemann

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Seine vielen Ausflüge zu den Naherholungsorten im Märkischen Kreis haben Ernst Dossmann auch zur ältesten spätromanischen Dorfkirche geführt. Der Iserlohner Heimatpfleger und Architekt widmet dem Höhendorf Wiblingwerde in seinem neuen Buch ,,Mit Ernst Dossmann unterwegs” ein eigenes Gedicht. Die Dorfbewohner kommen darin gut weg.

Sie jammern nicht viel – und Fleiß, Liebe und Gottvertrauen sind Tugenden, die Ernst Dossmann den Wiblingwerdern zuschreibt in dem Gedicht, das schlicht mit dem Titel ,,Wiblingwerde” überschrieben ist. Gereimtes und Ungereimtes hat sich Ernst Dossmann über Orte einfallen lassen, die ihn in seiner Heimat und darüber hinaus beeindruckt haben. Meist sind kurze Gedichte entstanden und gelegentlich hat Ernst Dossmann sich auch zu prosaischen Werken hinreißen lassen, wenn ein Thema ausführlicher Beleuchtung wert war.

Eine von ihm handgezeichnete Bleistift-Zeichnung der Wiblingwerder Dorfkirche hat Ernst Dossmann dem Kapitel ,,Wander- und Reiseziele” voran gestellt. Über das Dorf schreibt er: ,,In luft’ger Höh auf karger Erde, den Wolken unterm Himmel nah, da liegt das Dörfchen Wiblingwerde nicht weit von der Burg Altena. Das höchste Kirchdorf einst der Mark, hoch über Volmelauf und Lenne, seit langem manch Geheimnis barg, was scheu und wundersam ich nenne. Einst sollten schon die Franken hier auf Bergeshöh ein Kirchlein haben. Sie weilten, das vermuten wir, oft an dem Born, um sich zu laben. Johannes ist seither geweiht die Kirche in des Dorfes Mitten. Wie eine Henne stets bereit, das Dorf zu schützen unbestritten. Von hier schaust Du ins weite Land, siehst über Täler, Wälder, Höhen. Nach Norden das Gesicht gewandt, kannst bis ins Münsterland du sehen. Dies ist ein Ort, der ahnen lässt, wie im Verlauf von tausend Jahren die Menschen hielten dankbar fest an ihrer Scholle trotz Gefahren. Hier wohnen Menschen, die nicht jammern. Die Eichen gleich mit Wurzelkraft sich fest an ihre Heimat klammern, es ist ein Schlag, der Werte schafft. Wo Fleiß und Liebe, Gottvertraun bestimmen der Bewohner Leben, wird auch der Herrgott darauf schaun, den Menschen Gnade reich zu geben.”

Als gebürtiger Iserlohner, der seinem Heimatort bis heute treu ist, hat der 87-jährige Ernst Dossmann nicht nur der Nachrodt-Wiblingwerder Nachbarkommune liebevolle Zeilen gewidmet. Auch Altena, Schalksmühle und Hohenlimburg fehlen nicht und sind sowohl mit Heimatgedichten, als auch mit Zeichnungen Ernst Dossmanns bedacht worden.

Ursprünglich hatte der für sein Reim-Talent bekannte Iserlohner nicht geplant, seine Gedichte je zu veröffentlichen. Erst nach vielen Überredungskünsten seiner Tochter Annette Dossmann-Vette und der Zusage durch den Iserlohner Mönnig-Verlag stimmte der Autor einer Veröffentlichung zu. Seit wenigen Tagen ist das 216 Seiten starke Buch ,,Mit Ernst Dossmann unterwegs” (ISBN 978-3-933519-57-3) für 19,80 Euro in heimischen Buchhandlungen vorrätig. Zu beziehen ist es auch über den Mönnig-Verlag. - Ina Hornemann

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