Heimat- und Verkehrsverein bleibt weiter führungslos

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Hermann Boshe-Plois (l.) bleibt 2. Vorsitzender des HVV. Auch Kassierer Reinhard Ittershagen (r.) wurde am Mittwochabend wiedergewählt.

Nachrodt-Wiblingwerde -   Klaus-Peter Gutheil hat geforscht: 51 kleine und große Ortsteile hat die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Alle, von Opperhusen bis Schnüffel, sind auf neuen Aufklebern in Ortsschild-Design des Heimat- und Verkehrsvereins verewigt worden. Sie gehen in Kürze in den Druck und können für 1,50 Euro beim Heimat- und Verkehrsverein erworben werden. Der will damit großflächig für seine Arbeit werben.

Auch Orte, wo vielleicht nur eine Familie ansässig ist, kommen so groß raus. Klaus-Peter Gutheils kluge Ideen haben den Heimat- und Verkehrsverein bereits im vergangenen Jahr mit vielen lobenden Worten ins Gespräch gebracht. Seine Hundekotbeutel-Initiative stieß überall auf viel Gegenliebe. Die von ihm initiierte Haussammlung für das Projekt brachte zahlreiche Einzelspenden ein, die Kassierer Reinhard Ittershagen dankend verbuchte.

Auch Sparkasse und Volksbank waren mit im Boot, als es um die Installation der Beutelboxen ging und spendierten zudem dem Arbeitskreis Brenscheider Mühlen Geld zur Reparatur der Mühlradwelle. Dank eines weiteren Zuschusses der Landesdenkmalbehörde mussten „nur“ 3200 Euro aus der Backkasse in die Sanierung an Rad und Dachboden investiert werden, berichtete Otto Camphausen. Während der Backsaison holte er ganz oft Ernst Schnepper hinzu, der sich Gruppen annahm, die eine Führung wünschten. Am 6. Juni wird es in beiden Mühlen eng: 25 Personen wollen auf den Spuren der Korn- und Ölherstellung wandeln.

Richtig guten Zulauf haben auch Siegfried Kruse und Gerd Nolte erfahren in ihrer Eigenschaft als Wegzeichner für die Wanderwege: Vier neue Ehrenamtliche sagten ihre Mithilfe zu, nachdem sie im vergangenen Jahr an der Erneuerung von Wegzeichen auf 250 Kilometern mitgewirkt hatten. Siegfried Kruse verkündete lachend: „Auch wir sind jetzt ein echter Arbeitskreis!“ Der will sich in Absprache mit Revierförster Christof Schäfer nun darum kümmern, dass Holzpfosten auf den Wegen eingesetzt werden und Touristen und Einheimischen die richtige Richtung ausweisen.

Neben vielen ehrenamtlichen Einsatzstunden hinter den Kulissen organisierte der Verein auch Veranstaltungen mit Öffentlichkeitswirkung: Das Ansingen zum 1. Mai, das Erntedankfest und das Ansingen zum ersten Advent waren schöne Publikumsmagneten rund um die Heimatstube. Sieben Paare schlossen den Bund fürs Leben in dem als Standesamt ausgewiesenen Denkmal. Einmal im Monat kommt der Heimatverein dort zusammen, außerdem betreiben Karl-Kurt Heering und Jürgen Weiß regelmäßig Archivarbeit.

Obwohl nur an wenigen Tagen im Monat genutzt, treten für Heimatstube und Kornspeicher hohe Heizkosten auf, was auch dem gemeinsamen Heizungssystem mit der benachbarten Grundschule geschuldet ist. Mit der Gemeinde will der Verein nun nach einer technischen Lösung suchen, um beide Systeme zu trennen und so die Kosten einzudämmen.

Eine von den 28 Besuchern der Jahreshauptversammlung beschlossene Satzungsänderung soll ebenfalls dazu beitragen: Um Portokosten zu sparen, will der Verein seine Einladungen künftig per E-Mail und Aushang in Nachrodt und Wiblingwerde bekannt machen. Zudem überarbeitet ein Webmaster aktuell die Homepage, die im Internet über aktuelle Ereignisse informiert.

So gut der Heimat- und Verkehrsverein auch in vielen Bereichen mittlerweile aufgestellt ist, so schlecht sieht es bei der Besetzung des Postens des 1. Vorsitzenden aus: Für den verstorbenen Klaus Potthoff ist kein Nachfolger gefunden worden. Hermann Boshe-Plois, den die Mitglieder in der Gaststätte Zur schönen Aussicht wieder zum 2. Vorsitzenden wählten, leitet die Geschicke so lange weiter, bis jemand den Vorsitz übernehmen will. Reinhard Ittershagen unterstützt ihn weiterhin als Kassierer. Otto Camphausen wurde zum neuen Kassenprüfer berufen.

Weil die April-Versammlung ausfällt, besprachen die Mitglieder im Anschluss an die Jahreshauptversammlung schon die Planung für die Feierlichkeit zum 1. Mai. Für das Kaffeetrinken in der Heimatstube werden noch Torten- und Kuchenspenden gebraucht. - Ina Hornemann

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